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Boro u.
Boracinm; Boron, Bore ; Boron . Dieserunzer-legte Stoff findet sich blofs in Verbindung mit Sauerstoff alsBoraxsäure und wird aus dieser, nachdem sie durch Glühenentwässert ist, durch Erhitzen mit Kalium und nacliherigcsAuswaschen des sich dabei bildenden boraxsauren Kalis er-halten. Es stellt ein braunes, geruch - und geschmackloses,in der Weifsglühhitze weder schmelzendes, noch verdam-pfendes Pulver dar, welches specifisch schwerer ist, alsVitriolöl, und die Elektricität nicht leitet. Folgendes sindseine wichtigsten Verbindungen: Boraxsaure oder Secla-tivsalz (2 2 Boron auf 4 8 Sauerstoff). Das Boron verbrenntnoch unter der Glühhitze in der Luft mit lebhafter Feuer-entwickelung zu Boraxsäure; auch entzieht es vielen Sauer-stoffverbindungen, besonders beim Erhitzen, ihren Sauer-stoll', um damit Boraxsäure zu bilden. Die Boraxsäurckommt in einigen Seen, tlieils im freien Zustande, thcilsmit Natron verbunden, als 'l'inkal vor. Aus letzterem schei-det mau sic durch Schwefelsäure. Im wasserfreien Zu-stande stellt sie ein hartes, farbloses, in der Glühhitze inzähen Flufs gcrathendes, nicht verdampfhares Glas dar; ausihrer wäfsrigen Lösung krystaliisirt sie in Verbindung mitWasser in perlmutterglänzcnden, biegsamen Schuppen. Sieschmeckt sehr schwach säuerlich und bitterlich und röthetsehr schwach Lakmus. Die krystallisirte Säure löst sith in3 4 Theilen kaltem Wasser. Sie bildet mit den Salzbasendie boraxsauren Salze, welche meistens feuerbeständig,und wenig im Wasser löslich sind, und vorzüglich daranerkannt werden, dafs sie, mit Weingeist und etwas Schwe-felsäure gemengt, der Weingeistflamme eine grüne Farbeerthcilen, so wie auch Weingeist, welcher reine Boraxsäureaufgelöst enthält, mit grüner Flamme verbrennt.
Das Fluorboron (22 Boron auf 112 Fluor) entwickeltsich beim Glühen der wasserfreien Boraxsäure mit Flufsspathals ein farbloses Gas von 2,371 spec. Gew. (das der Lüftet ,0gesetzt), vom stechenden, . erstickenden Geruch , Lackmus-tinktur stark röthend, Holz und andere orgauische Stoffeverkohlend. Es wird sehr reichlich von Wasser absorbirtund zerfällt hierbei, indem das Fluor Wasserstoff und das