B o w o i s e für dieselbe.
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gefärbte Papier erscheint nämlich nicht mehr als ein ein-ziges Parallelogramm HD IE, sondern so getheilt, wietlgfe es zeigt. Diese Erscheinung kann nach mathema-tischen Regeln nicht anders als durch eine stärkere Bre-chung der blauen Strahlen erklärt werden. Denn wennvon zwei neben einander liegendenPuncten ein blauer undein rother Lichtstrahl auf das Prisma fallen, die ich, alshinter einander liegend beide durch AB andeute, undFig.cs kommt der eine auf dem Wege ABFG, der andere 233.auf dem Wege ABIII ins Auge, so erhellet, dafs derletztere stärker als der erstere gebrochen ist, und dasAuge wird dann das Rothe und Blaue nicht mehr nebeneinander, sondern das Blau in einer liefern Stellung zasehen glauben, so wie die Figur es zeigt.
Dieser Versuch würde gar nichts zu wünschen übriglassen, wenn unter unsern Färbestoffen sich einer befände,der ein vollkommen reines Blau darstellte, oder der uns einblaues Parallelogramm lieferte, welches durchs Prisma ge-sehen von allen Farbenrändern ganz frei wäre; da aber derVersuch desto vollkommener ausfällt, je reineres Blau mannimmt, und da man einen ganz ähnlichen Farbenrand, derbei minder reinem Roth entsteht, fast ganz wegsebafienkann, wenn man recht reines Roth nimmt, so erhellet wohl,dafs wir Recht haben, -wenn wir diese Unvollkommenheitdem Mangel eines vollkommen reinen Blau zuschreiben. Dafswir hierin Recht haben, läfst sich durch folgenden Versuchnoch deutlicher machen. Man lege auf jenes blaue Paralle-Fig.logramm 1 am obern Rande in a ein kleines Stückchen rothes 2 32-Siegellack (einige abgeschabte Stäubchen), so sieht man die-sen rothen Fleck in « auf der verlängerten dh; man legeeben dahin in a ein dunkelgrünes Blättchen, so sicht manes nicht in «, sondern in ß u. s. w.; man ist also wohl be-rechtigt zu sagen, dafs auch die für unser Auge nicht somerklichen rothen Pünctchen, die im Blau eingemischt vor-handen sind, uns in ct als rother Rand, die grünen Pünct-
i Man kann sich hier nnd im Vorigen sehr gut (1er Figur bedie-nen, die in v, Gütkcs Farbenlehre Xaf. III. auf schwarzem Grunde ge-zeichnet ist.