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B x’ e ch b a i’ k e i t,
erleuchteten grünen Baume , uns grün erscheint u. s. w.Diese verschiedenen Farbcnstrahlen nun würden wir un-gleich-brechbar nennen müssen , wenn filr den einen dieAblenkung von der ursprünglichen Richtung unter sonstganz gleichen Umständen starker wäre, als für den andern,oder wenn ‘parallel auf eine Ebene auffallende Strahlenvon verschiedener Farbe nach der Brechung nicht mehrparallel wären.
Das Prisma, welches sich überhaupt so bequem zeigt,mn die Gröfse der Brechung zu bestimmen, ist zu Endschei-dung der Frage über die ungleiche Brechbarkeit ganz vorzüg-lich brauchbar. Es erhellet nämlich erstlich, dafs ein rotherKörper durch das Prisma gesehen, uns weniger von seinemwahren Orte entfernt scheinen mufs, als ein unmittelbarlieben ihm liegender blauer Körper, wenn der rothe Licht-strahl minder brechbar als der blaue ist; es erhellet ferner,dafs wenn man den Weg des cinfallenden und gebrochenenLichtstrahls verfolgt, sich die ungleiche Brechung 1 mufs be-stimmen lassen , und wir haben also Mittel genug, die Frage,ob die verschiedenen Farbenstrahlen ungleich brechbar sind,zu prüfen. ,
2- Newton stellte, um zu zeigen, dafs die von rothen undblauen Körpern ausgehenden Strahlen ungleich brechbarsind, vorzüglich folgende zwei Versuche an. Irrster Ver-such. Mau nimmt 1 ein rechtwinklig viereckiges schwar-zes Papier, zieht darauf eine, das Ganze lxalbirende ge-rade Linie mit dem eiucn Seitenhaare parallel, und färbtdie eine Hälfte mit möglichst reinem Roth, die andere mitmöglichst reinem Indigo blau. Man hält dann das Piüsmaso, dafs seine Kanten der getheiltcn Seite des Parallelo-gramms parallel sind, und betrachtet durch das Prismajene verschiedenfarbig übermalte Figur, die man aufschwarzen Grund legt. Man sieht dann, wenn der|bre-chende Winkel nach unten gekehrt ist, den blauen Thcilder Figur viel weiter hinabgeriiekt, als den rothen; jenes
l Vergl. Brechung. No. 9 .
3 Newtoni optice sirc ile reflevionibui, refractionibus ct coloribusIncis, libri 111. Lib. I. Propos. 1. Isxp. 1 .