Band 
Erster Band. A und B.
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Brechbarkeit.

x 4 — 2 i ! -f 0/9542857- x*

+ 0,1028571-x— 0,0514285 = 0und es ist x = 0,22568; a—x=0,77432-und ß C O = 3° - 41 ; . 4 O^.

Für die violetten Strahlen dagegen wird die Gleichungx 4 — 2 x 3 + 0,9562520 - x* + 0,0986624 x

— 0,0493312 = 0,

und giebt x= 0,22109,a — x=0,77891; B D O = 3° 40'. 20".

Der äufserste rothe und der äufserste violette Strahl machenalso nur einen Winkel von ly Min. mit einander; oder umunsern Fall in bekannteren Zahlen darzustellen, wennAB=30 Zoll ist, AE = 6ZolI, und B O = 1,5 Zoll, somüfste der über das Roth hervorgehobene blaue Rand geradeneun Tausendtel eines Zolles betragen, und eine so geringeVorrückung kann dem blofsen Auge unmöglich bemerk«bar seyn. »

Diese Rechnung mag genügen, um zu zeigen, wie vie-ler Vorsicht es bedarf, um, selbst bei dem täuschendstenAnschein, seiner Sache gewifs zu werden. Niemand wirdes dem grofsen Göthe verargen, dafs er diesen Versuchnicht rechnend prüfte, sondern geleitet durch andre, zumTheil mit Scharfsinn ausgedachte Ansichten, diese und ähn-liche Versuche als genügend, um Newtons Theorie umzu-stürzen, ansah; mau wird freilich die Härte, mit welcherer sich gegen Newton ausläfst, nie ganz entschuldigen kön-nen, aber man wird diese Härte doch eher ihm, dem in einerneuen Ansicht Befangenen verzeihen, als dem Haufen derarmseligen Nachbeter, die ohne selbst etwas Neues erdachtzu haben, dem grofsen Meister zu gleichen meinen, wennsie wenigstens die leichte Kunst, den Gegner, den sienicht verstehen, mit Schmähungen zu verfolgen, ihm abgelernthaben.

Mittel, um die Gröfse der Brechung fü r dieverschiedenen Farbenstrahlen genauzu bestimmen.

9. Aus dem Vorigen erhellet wohl, dafs schon Newton imStande war, die Gröfse der Brechung für jeden einzel-