Band 
Zweiter Band. C und D.
Seite
17
JPEG-Download
 

C a I o r i m e t e r.

17

teil, um die spccifische Wärme der Gasarien auszumilleln. Esbestand aus einem Gylindcr von dünnem Kupferblech, fix Zollhoch, und 3 Zoll im Durchmesser, in welchem eine spiral-förmig gewundene Kühlrühre, deren ganze Länge bis auf 3Vnfs gehen mochte, sich hinaufwaml. Das Thermometer hatteeinen Gylinder von der Hohe des Gefäfses, und war so em-pfindlich, dafs cs 0,02 eines Grades angab. Um mit einemmäfsigen Quantum Gas einen anhaltenden Strom durch das Ca-lorimeler zu leiten, bediente man sich zweier Gasometer, ausderen einem abwechselnd die Luft in das andere getriebenwurde. Bevor sie durch das Galorimeter ging , mufsle sie eineBohre von mehr als 3 Fufij Länge durchwandern, die mit ei-ner zweiten, weitern llohre umgeben war, durch welche be-ständig heifser W'asserdampf strömte. Um die Operation, zubeschleunigen, wurde das Galorimeter, dessen Inhalt mit In-begrifl’ der metallenen Hülle einer Wassermasse von 596,8Grammen gleich war, vorher durch eine Weingeisllampe nahebis zu derjenigen Temperatur erwärmt, welche die Wirkungdes Gases demselben im Maximum zu ertheilcn vermochte.Alsdann beobachtete man die Zunahme der Erwärmung von 10zu 10 Minuten. I)a aber diese in der Nähe des Maximumsnoch zu langsam vor sich ging, so würde, wenn das Thermo-meter noch um einige Zehntel gerade unter der stationären Hohewar, die Temperatur des Calorimcters durch Annäherung eineserhitzten Körpers ein wenig über das Maximum hinaufgebracht,und nachher der Gang der allmäligen Erkältung des Instru-ments alle 10 Minuten notirt, und der Versuch geschlossen,wenn die Langsamkeit der Aenderung des Thermometers zeigte,dafs man der stationären Hohe in absteigender Richtung ebenso nahe war, als vorher in aufsteigender. Die Erwärmungmochte ungefähr 16 bis 20 hundertteilige Grade betragen,während dem das Gas etwa 70 Grade verlor. Für andere zu-fällige Quellen der Wärme, z. B. die Mitteilung durch dieLeitungsröhren wurde sorgfältig Rechnung getragen, und ebenso für die äufsere Erkältung des Apparats 1 .

1 J. de Pli. LXXAT. 155. Von ähnlicher Beschaffenheit ist derApparat, vermittelst dessen Uespketz die latente Wärme der Dämpfemafs. Vergl .Dampf, laten dt Ti~ärme desselben.

II. Bd. B