Band 
Zweiter Band. C und D.
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Camera lucida

Abstand liefert allzukleinc Bilder, bei welchen die Umrissenicht mit der nötliigen Schärfe gegeben werden können. Kurz-sichtige müssen vorne, am Prisma bei v ein für ihr Auge pas-sendes Concavglas anbringen ; weitsichtige ein convexes unter-halb desselben, bei x, um die Spitze der Bleifeder deutlich zuerkennen. Die Art, wie beide Gläser am Prisma angebracht^ g 'sind, ist aus Fig. 7 zu ersehen. Die Deckplatte hat rechts ei-nen über das Prisma hinausragenden Stiel, mit welchem sieum das Schräubchen x als Axe gedreht werden kann. Sie istder eigentliche Regulator dieser kleinen Maschine. Durch ei-nen leichten Anstofs mit dem Finger wird die Oelfnung ver-schoben, dafs, je nach Bediirfnils mehr Strahlen vom Bildein’s Prisma, oder mehr vom Papier in’s Auge gelangen. DerArm, au welchem das Prisma festgemacht ist, steckt in einercylindrischen Bohre von ctw'a 10 Zoll Länge, und dient alsVerlängerung desselben. Als Fulsstück dient ein Klotz Messing,in welchem die Röhre eine Zapfenbewegung hat, um ihr dieerforderliche Neigung geben zu können.

Statt des Klotzes pflegte man auch eine etwas plump aus-gefertigte messingene Schraubzwinge zu gebrauchen, mit welcherdas Instrument an einen Tisch oder an ein Bret angeschraubtwerden kann.

Die Camera lucida ist Für die Liebhaber der Landschaft-zcichnuiig ein ungemein brauchbares Hülfsmittel. Sie dientauch dem geübtem Künstler zur schnellem Anordnung undEintheilung seiner Bilder, und ist namentlich zur schnellenEntwerfung von Panoramen (Rundansichten) äufserst bequem.Besonders wichtig ist sie Für die Darstellung von Arcliitectur-gegenständen, indem sie alle Theilc in ihrer gehörigen Verkür-zung , gerade so, wie man sie auf eine durchsichtige vertiealeTafel zeichnen würde, giebt; eben so treffliche Dienste leistetsie bei Abbildungen von Instrumenten; ein fertiger Zeichnerkann sie sogar zur Entwerfung menschlicher Profile gebrauchen.Sie ist überhaupt eine allgemeine Copirmaschinc für Zeichnungen.Man braucht das Original nur in einer gelängen Entfernung vomPrisma in guter Beleuchtung aufzuhängen, um jeden Conturwiederzugeben; die Gröfse der Copic hängt von der relativenEntfernung ab, die das Prisma vom Tische und von der Zeich -