Band 
Zweiter Band. C und D.
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Co häsio n.

diesen Befrachtungen, wenn man untersucht, ob sich die Er-scheinungen der Cohäsion auf diese allgemeine Nalurkraftzu-rückfnhrcn lassen, und in welchem Verhältnisse sie zu derselbenstehen. Man kaun diese allgemeine Ansicht der Sache zu gre-iserer Deutlichkeit noch näher bestimmen, wenn man die Fra-ge sogleich innerhalb derjenigen Grenzen hält, in welche ein—geschlossen sie meistens betrachtet wurde, nämlich ob die Er-scheinungen der Cohäsion sich auf die von Newton aufgefundene,dm Massen directe und den Quadraten der Abstände umgekehrtproportionale Anziehung zurückführen lassen, oder ob es eineranders modificirten, wo nicht ganz eigenthiimlichcn Kraft zuihrer Erklärung bedarf. In dieser Hinsicht stehen die Meinun-gen zweier grofsen Geometer einander entgegen, nämlich New-ton’s, welcher anzunehmen geneigt war, dafs die Anziehung derCohäsion in einem höheren umgekehrten Verhältnisse des Ab-standes wirke, und La Peace’s, welcher meint, dafs auch diesesich auf das umgekehrte quadratische zurückführen lasse *.

Gegen die letztere Meinung, so sehr man übrigens die all-gemeinen Naturgesetze zu vereinfachen und auf eine geringeAnzahl zurückzubringen suchen mufs, läfst sich mit Grundeeinwenden, eineslheils dafs diejenige Anziehung, wodurchwägbare Körper gegen einander und gegen die Erde zu fallensollicitirt werden, jedem einzelnen materiellen Theilchen aufgleiche Weise zukommen, und daher den Massen direct pro-portional ist, dafs dagegen die Anziehung der Cohäsion beiverschiedenen Körpern verschieden, z. B. anders beim Kupferals beim Blei, beim Zink, beim Silber u. s. w. gefunden wird;audcrnlheils aber, dafs die Adhäsion flüssiger Körper an festeund die Cohäsion der lezteren bedeutend stärker sind, als dieGravitation und Schwere, dafs sie neben und zugleich mit derlezteren bestehen, und mit der Trennung der Tlxeile in der Re-gel gröfstcntlieils oder gänzlich aulhören. RücksicliLlich aufdas Erstcrc müsste man also entweder annehmen, dafs die Be-standthcile des einen Körpers mehr als die eines andern vonder Kraft der Anziehung afficirt würden, was aber mit ihrerAllgemeinheit und der Gleichartigkeit der Gravitation nicht

1 Vergl. Anziehung.