Band 
Zweiter Band. C und D.
Seite
470
JPEG-Download
 

470

Dampfmaschine.

linder, Welcher den Stiefel umgiebt, lind um denselben stetshinlänglich heifs zu erhalten, ganz mit Dampf erfüllt ist, wo-bei das aus demselben niedergeschlagene Wasser meistens durchein aus dem Boden desselben in den Kessel herabgehendes Rohrwieder' zuriiekläuft, welches bei der gleichen Elasticität desDampfes in beiden Räumen nicht schwierig ist. Blofs bei klei-nen Maschinen^ wobei die Erschütterung nicht so stark ist,kanh der Stiefel in oder auf den Dampfkessel gesetzt werden.

4- Der EmbolttS'), oder Dampfkolben würde dann zurVollkomihenheit gebracht seyn, wenn er bei möglichst geringerReibung gar keinen Dampf verbeiliefse, allein' dieses wirdschwerlich jemals erreicht werden, und man mufs daher diesenVerlust'jederzeit mit in Rechnung bringen, welcher bei Ma-schinen von hohem Drucke vorzüglich bedeutend ist, indemein dämpfdichtes SoMielteen nur durch zu grofse Reibung ver-mieden werdet* kann. -Ehemals und auch.noch jetzt bei Ma-schinen von niederem Drucke bestand der Etnbolus aus .zweiMetalischciben niit zwischenlirgendom geflbthtenen Hanfe, wel-cher'mit Fett getränkt und duroh Schrauben zwischen den bei-den Blatten fest' geprefst würde.' Gegenwärtig bedient tnaiisich indels weit häufiger dev metallenen Lindoruiig, wozu einegvolse-dtfeugu VdrlcBKge gemacht sind. . Die ersten dieser Artwurdendvon GARTtvrtnrrr verfertigt, und bestanden statt desHanfes-aus • drei in Sectoren von 120° zerschnittenen Kreis-llacben,-welche durch federn von Innen nach Aufsen gedrücktwurden, und indem ihre Schnitte nicht über einander lagen, soschlossen sie überall an die Wände des Stiefels, und bei länge-rem Gebrauche stets dichter an *. Statt der Sectoren nimmtFig.B»owsE Kreissegmente as a vbn 120°, welche durch zwischen-liegende Keile bbb und diese durch die federn cee aus einan-der getrieben werden*. Vor Kurzem hat Jessop vorgeschla-gen,' den Hanf des'Embolus mit einem wie eine Drahtfederschraubenförmig gewundenen 1 2 3 Metallstreifen zu umgeben, wel-cher durch seine eigene ßlaäticität an die Wände des Cylindersangedrtickt wird ’. An dem Kolben befindet sich die Stange,

1 Repertory XIV. 381,., Njpholsou j. ir. 361. Mag. II. 221.

2 Evans a. a. O. p. 156.

3 ltepertory 1822. Oct. .Daraus in Dinglei's Polyt. ,J. 1823. Scpt.