Dehnbarkeit.
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das Silber verzehrt ist, und der Platindralit für sich zurückbleibt
Obgleich imlefs solcher Platindraht seit jener ersten Erfin-dung von vielen Künstlern verfertigt wird, so bleibt das Ver-fahren doch in gewisser Hinsicht stets etwas unsicher. EinenSilberdraht genau in der Axe und ohne Wellen zu durchbohren,ist schwierig; den Platindralit in der Axe einer cylindrischcnForm zu befestigen, so dafs er auch beim Umgiefsen des Silbersuuvcrrüc.kt darin bleibt, ist nur mit grofser Mühe oder überallkaum zu bewerkstelligen. Aufserdcm darf man keinen zu dickenPlatindralit nehmen, weil man sonst von seiner Festigkeit nichtüberzeugt ist und er Fehlstellen haben kann, an denen er leichtreifst, die Dicke des feineren ist aber an sich mit völligerSchärfe schwer zu bestimmen, überhaupt aber kann man beidiesem Verfahren nie gewifs wissen , an wie vielen Stellen derPlatindraht gerissen ist, und der Silberdraht daher ohne ihnfortwährend feiner gezogen wird. Ob hierbei ein wiederholtesErhitzen den Platindralit geschmeidiger machen und die Dehn-barkeit desselben vergrüfsern werde, kann ich aus Mangel anErfahrung nicht angeben. Inzwischen ist der Draht, wennseine Feinheit nicht bis über -^gVu e * ncs Zolles hinausgeht, mitAusnahme sehr weniger Stellen, in der Pegel unversehrt, unddie, wenn gleich unterbrochenen, doch immer in einzelnenStücken vorhandenen Enden des bis zu weit gröfserer Feinheit,selbst bis zu j ööö ts eines Zolles gezogenen Platindrahtes be-weisen auf allen Fall die ungemein grofse Dehnbarkeit diesesMctalles 1 2 . Diese geht indefs auch aus dem feinen Ueberzuge
1 PnoKi bei G. LH. 332. will den englischen auf diese Weise ver-fertigten Platindraht bedeutend dicker gefunden haben , als hier ange-geben wird. Indem aber die Verfertigungsart nicht füglich einen sogroben Fehler zuläfst, die Messung aber einen so höchst feinen, fürsich kaum sichtbaren und schwer zu handhabenden Draht leicht feinerals dicker zeigt, so ist zu vermutheu, dafs Probt denselben von seinemSilber gar nicht, oder nur unvollkommen befreiet hat.
2 Ai.tmütter bei G. LVIil. 436. findet Wollaston’s Abhandlungfür den Praktiker auch in Rücksicht auf die Berechnung geradezu lä-cherlich, ohne die Gründe dieses Urtheils anzugeben. Gegen die Rech-nung liiIst sich wohl nicht füglich etwas einwenden, wenn anders dieangegebenen Gröfsen genau gemessen sind. Vergl. Gilbert Ann. LIV.