Band 
Zweiter Band. C und D.
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Dunst.

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ten allezeit um so viel mehr mit Dunst vermischt, und daherso viel dichter erscheint, je kälter die umgebende Lul't ist, dai’sdagegen der durchsichtige und völlig expandirte Wasserdampfin langen erhitzten Kohren ohne Beimischung von Dunst belie-big hoch oder weit fortgeführt werden kann, sich aber sogleichals Dunst zeigt, wenn er in eine kältere Umgebung eintrilt, sowird cs hiernach im liojien Grade wahrscheinlich, da ('s derDunst nichts anderes als durch Abkühlung niedergeschlagenerDampf sey, obgleich diese Ansicht eines'vollständig strengenBeweises ermangelt.

Gehen wir von dieser Hypothese aus, berücksichtigen wirferner, dafs der Dunst dafs Licht mehr zurückwirft, wenigerdurcliläfst und anders bricht als Dampf, so müssen wir anncli-men, dafs er zugleich auch dichter sey, wenn gleich die eigent-liche Dichtigkeit desselben nicht genau bekannt ist, und auchwegen ihrer, keinen bestimmten Gesetzen folgenden, Verän-derlichkeit nicht füglich scharf bestimmt werden kann. Wirk-lich besteht auch der Dunst aus sehr feinen wässerigen, einbuntes Farbenspiel zeigenden Partikel dien, welche man unterandern mit blofsen Augen walirnimint, wenn man des Abendsoder des Nachts bei starkem Nebel in einem Zimmer befindlichein brennendes Kerzenlicht aus dem geöffneten Fenster hält,und hierdurch diese Partikelchen stark beleuchtet, oder beihinlänglichem Lichte den Dunst auf der Oberfläche eines sie-denden Gcfdfses mit Wasser entweder mit unbewaffnetem Augeoder durch eine Loupe betrachtet. Die wirkliche Existenz sol-cher feiner wäfsriger Partikelchen als Bestandtlieile des Dun-les ist somit durch den Augenschein erwiesen, auch ist die Er-klärung des Entstehens derselben keineswegs mit unüberwind-lichen Schwierigkeiten verbunden. Nach der wohlbegründetenTheorie über die latente Wärme des Dampfes ist zwar ausge-macht, dafs die sensibele Wärme desselben in höheren Tempe-raturen gerade hinreicht, um diejenige latente Wärme herzuge-ben, welche derselbe zum Uebergange in den Zustand geringe-rer Dichtigkeit und gröfserer Expansion bedarf, und cs scheinthiernach, als ob beim Aufsleigen des heifseren Dampfes aus derihn bildenden Flüssigkeit kein Dunst entstehen könnte, indemdie zu seiner weiteren Expansion erforderliche Wärme ihn alssensibele Wärme jederzeit begleitet; wenn man aber berück-