Band 
Zweiter Band. C und D.
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Dunst.

erhitzten Flüssigkeit die Wärme durch die äulsere Umgehungentzogen wird, wieder in die Flüssigkeit zurückfallen, desglei-chen dafs der über einer heifsen Flüssigkeit entstehende Dunstwegen des beigemischten sensibelen Wärmestoffes stets aufsteigt,anstatt dafs der in der Atmosphäre durch Niederschlag gebilde-te, welchem dieser Wärrnestoli’abgeht, meistens das Bestrebenzeigt, herabzusinken, und nur vermöge seiner geringen Masse,in der Luft schwebend erhalten wird. Man könnte also kurzdie Sache so ausdriieken: der Wasserdunst steigt deswegen indie Höhe, weil er eine unter sich gleichsam zusammenhängendeMasse von Theilchen bildet, welche llicils specilisch leichter,tlieils specilisch schwerer sind, als die Luft, deren mittleresspecifisches Gewicht aber geringer ist, als das der atmosphäri-schen Luft. Hierbei muls dann allerdings eine gewisse Anzie-hung, ein gewisser Zusammenhang zwischen den verschiedenenBestandteilen des Dunstes hypothetisch vorausgesetzt werden.

Aus einem solchen Zusammenhänge liefse sich daun auchfolgern, dafs selbst kleine dichte Wasserpartikelcheu mecha-nisch in die Höhe gehoben werden könnten, wenn man ihrenDurchmesser verschwindend, klein annähme. Hierüber bietetindefs die Erfahrung keine Gewifsheit dar, indem solche aufallen Fall mit unbewaffnetem Auge gar nicht, und durch eineLoupe bei der Unbequemlichkeit der Beobachtung schwerlichsichtbar seyn würden. So viel läfst sich mit hoher Wahr-scheinlichkeit vermuten, dafs bei der Schnelligkeit, womitsich der Dampf häufig aus den Flüssigkeiten erhebt, notwen-dig massive Tropfen fortgerissen werden müssen, insbesonderewenn man berücksichtigt, dafs beim schnellen Eröffnen desVentiles eines Papinischen Digestors bedeutende Mengen Wassersin die Höhe geschleudert werden, und als kalte Tropfen wiederherabfallen L Weiter lassen sich indefs diese möglicher oderwahrscheinlicher Weise zwischen dein Dunste schwebendenWasserpartikelchen nicht untersuchen, ihre Existenz und Be-schaffenheit bleibt immer ungewifs, weil es durchaus an allenThatsachen fehlt, worauf mit Grunde ein Urteil gebauet wer-den könnte.

1 Ver«l. Dampf, latente IVdrme desselben Th. II. 8. S04.