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Erscheinungen,
= 372 Min. setzt, und die gesammte Fluthhöhe 12 Fufs,zu jeder Zeit = t, die seit dem tiefsten Wasser verflossen
t. 180 *
372
ist, die Höhe = 6 Sin. vers.
seyn, also zum Bei-
spiel für die ersten 31 Minuten, die Höhe sich um 0,2 Fufs,dajresen in der Mitte zwischen dem höchsten und tiefsten Was-ser etwa 1,6 Fufs in eben der Zeit ändern. Aber auch diesesGesetz gilt nicht ganz gleichförmig für alle Orte, und man be-merkt zum Beispiel zu Anfang der Ebbe am Ufer noch kaumein Sinken des Wassers, wenn es im Freien schon ziemlicherheblich gesunken ist. Damit hängt auch der Wechsel desFluth — und Ebbestromes zusammen, den man vorzüg-lich in den Mündungen der Flüsse bemerkt; der Wechsel die-ses Stromes tritt später ein als der Wechsel des Steigens undFallens; denn erst, wenn das Wasser vor der Mündung be-deutendgestiegen ist, kann es den Ebbestrom überwältigen undin Fluthstrom verwandeln, und so umgekehrt. IS’achWoLTM ANx’sBemerkung kann jener Unterschied über 1 Stunde betragen 1 .
7. Endlich gehört hieher noch die Bemerkung, dafs nurin gTofsen Meeren die Fluth statt findet, dafs sie in den klei-nern nur durch ihre Verbindung mit jenen hervorgebrachtwird, und dafs es in ganz oder beinahe ganz von Land um-gebenen kleinern Meeren, wiedas caspische Meer und die Ost-see , gär keine Fluth und Ebbe giebt.
ln die Nordsee tritt sie theils vom nördlichen Schottland her, theils durch den Canal ein, und eben die Fluth, welcheum 12 Uhr in Buchannefs (an der nordöstlichen Seite Schott-lands ) hohes Wasser macht, bringt vor dem Humber 6 Stun-den später, bei Yarmouth 9 t Stunde später, vor der Themse und so auch an den holländischen und deutschen Küsten 12Stunden später Hochwasser; an den letzteren Orten vereinigtsich damit die durch den Canal kommende Fluth, die (wennman eben die Tage nimmt) bei Brest um 31 Uhr, bei Havreum 9 Uhr, bei Ostende um 12 Uhr höchstes Wasser macht,und hier mit jener zusammen trifft 2 .
Bei diesem Fortrücken der Fluth mufs ich doch noch be-merken , dafs man Unrecht haben würde, wenn man sich die