Ursache derselben.
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sagte, dafs Mond und Erde, wenn sie nicht in Bewegung wä-ren , cegen einander fallen und sich endlich besei>nen würden.Die Ebbe und Fluth sah er als einen Beweis an, dafs der Wir-kungskreis 'der ziehenden Kraft des Mondes (virtus tractoria)sich bis zur Erde erstrecke.
Galilaei kannte diese Meinung Kepleii’s *, die er an ei-ner andern Stelle als von einem Antistite quodam aufgestellterwähnt, und setzt ihr einzig das entgegen, dafs doch der Mondtäglich über das Mittelländische Meer hingehe, und gleichwohlnur an dem äufsersten östlichen Ende desselben und in Vene-dig eine Fluth hervorbringe.
11. Viel tiefereindringend, als diese immer doch nuroberflächlichen Behauptungen, ist New ton’s Untersuchung derKräfte, welche die Ebbe und Fluth hervorbringen. Da seineForschungen vollständig dargethan hatten, dafs die Bewegun-gen der Planeten von anziehenden Kräften abhängen, so ent-stand in seinem System die nothwendige Frage, welchen Ein-flufs solche anziehende Kräfte, deren Daseyn nicht mehr be-zweifelt werden konnte, auf die die Erde bedeckenden Ge-wässer haben müsften, und da das Gesetz, wie diese anziehen-den Kräfte wirkten, bekannt war, so liefs sich der Erfolg, denihre Wirkung haben müsse, einer genauem Berechnung un-terwerfen.
Newton selbst hat diesen Gegenstand kurz abgehandelt 1 2 ,und nur die Resultate mitgetheilt, so dafs selbt der scharfsin-nige Daniel Beknoulli bemerkt, er habe den eigentlichenUrsprung mancher Theoreme erst eingesehen, als seine eige-ne , eigenthümlich gefülirte Untersuchung ihn auf eben dieTheoreme leitete.
Newton stellte zuerst die Untersuchung an, wie das Was-ser in einem rund um die Erde sehenden Canale in seiner Be-
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wegung beschleunigt oder verzögert wird, je nachdem es mitdem anziehenden Körper in Conjunction und Opposition kommt,oder 90 Grade von dem anziehenden Gestirne entfernt ist. Erberechnet nachher die anziehenden Kräfte der Sonne und desMondes aus den Beobachtungen der Fluth unter der Voraus-
1 Dialoges de System, mimdi. Augustae Treboc. 1635. p. 456. 412-
2 Principia phil. nat. Lib. I. propos. 66. coroll. 19. 20. uniLib. 1X1. pr. 24. 36. 37.