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Ebbe und Fluth.
Vergleichung der Theorie mit der Beobachtung.
26. Die schönen, lange fortgesetzten Beobachtungen,welche im Anfänge des vorigen Jahrhunderts in Brest ange-stellt waren, gaben Laplace schon im 4. Buche der Mec. Ce-leste Gelegenheit, die Theorie mit der Erfahrung zu verglei-chen; aber noch bessere Vergleichungen haben sich später dar-geboten , da seit 1806 die Beobachtungen in Brest auf das sorg-fältigste fortgesetzt werden. Diese neuen Vergleichungen sindvorzüglich darauf gerichtet, die Verschiedenheiten kennen zulernen, welche die Fluthen, deren Periode ungefähr ein hal-ber Tag ist, darbieten. Lapeace macht über die Zusammen-stellung der dazu auszuwählenden Beobachtungen folgende Be-merkung.
Wenn 1 man die Gesetze dieser Oscillationen aus den Be-obachtungen kennen lernen will, so mufs man nur die Höheder einen Fluth über eine der nächsten Ebben in Betrachtungziehen, da nach jedem vollen Tage die Oscillationen der zwei-ten Art dieselben oder nahe dieselben sind; man mufs fernergleich viele Fluthen , die mit den Syzygien und mit den Qua-draturen der beiden Aequinoctien und der beiden Solstitien ver-bunden waren, in Betrachtung ziehen, um den Einflufs derungleichen Declinationen als aufgehoben ansehen zu können ;und um auch den Einflufs zu beseitigen, den die ungleiche Ent-fernung des Mondes von der Erde hat, mufs man um jedesAequinoctium oder Solstitium drei Syzygien nehmen und denWerth des mittleren Verdoppeln, weil der Mond allemal beizwei auf einander folgenden Syzygien in gerade entgegenge-setzten Beziehungen in Hinsicht auf seine Annäherung zurErde oder Entfernung von der Erde ist. Nach diesen Regelnhat Bouvakd unter Laplace’s Leitung die von 1807 bis 1822in Brest angestellten Beobachtungen zusammengestellt, undfolgende Mittelzahlen gefunden.
I. Bei den Aequinoctial - Springfluthen, steigt die Nach-mittagsfluth über die Früh - Ebbe am Tage vor dem Sy-zygium 5,546 Meter,
am Tage des Syzygii 6,094am ersten Tage nachher 6,387>
1 Mäc. ccl. Livre V. ckap. 2. 3.
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