Band 
Dritter Band. E.
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Wärmeexitbin düng. 119

f. Freiwerden von Wärme bei der Eisbildung.

Eben so wie die Ausdehnung scheintauch die Ausscheidungeines bestimmten Quantums von "Wärme mit zu den Bedingun-gen des Ueberganges in den festen Zustand beim Wasser zu ge-hören. Die oben erwähnten Versuche über die Erkältung desiliissigen Wassers unter den Eispunct geben diese plötzlicheWärmeentwicklung zu erkennen, indem im Momente des Er-starrens das Thermometer schnell auf den JVulIpnnct stieg. Ge-nauer jedoch wurde sie durch den umgekehrten Procefs bestimmt,in welchem man das Quantum Wärme abmafs, das zur Liquesci-rung eines bestimmten Quantums festen Wassers erforderlichwar. Der Versuch ist folgender 1 : Mischt man gleiche TheileSchnee von 0“ R., und Wasser von -j- (j0° R., mit einander, sowird der Schnee geschmolzen, und das Gemisch erhält die Tempe-ratur vom 0° R. Die t)0° R. Wärme des Wassers wurden alsoeinzig darauf vetwendet, den Schnee aus dem krystallisirten Zu-stande in denjenigen des liquiden Wassers hinüberzubringen. Istdie Temperatur des Wassers geringer als 60° R-, so erfolgt dieSchmelzung nicht vollständig; ist sie höher, so wird die Wärmedes Gemisches über 0° R. Mischt man umgekehrt 1 PfundSchnee von — 10° R- mit Pf. Wasser von 0° R. so gefriertdie ganze Masse und erhält die Temperatur 0°. Eine sechs-fache Masse von Schnee zu — 10° ist aber gleich einer einfa-chen Masse von — 60° ; also erzeugen gleiche GewichtstheileSchnee von —G0° undW r asser von 0° keine Erkältung, weil dasflüssige Wasser beim Festwerden -f- 60° R- Wärme hergiebt,welche sich mit jenen — G0 C R- des Schnees neutralisiren. DieSchwierigkeit, ein solches Gemisch von allem Einflufs der äufsernTemperatur frei zu halten, hat in die Angaben hierüber einigeVerschiedenheit gebracht. Wuke setzt diese dem Wasserals Bedingung des flüssigen Zustandes inhärirende W r ärine auf5S° R., Black, auf 02 $ undLAVoisiER auf 60° R., oder zweiDrittheile des Intervalls vom Eis - bis zum Siedepuncte desW assers.

Als einen directen Beweis der beim Gefrieren des Wassersfrei werdenden Wärme führen wir die Versuche von De laBeche in Genf an, welcher im J. 1820 2 Theile Wasser mit

1 Parrot. l'Iiys. If. 62 .