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Eisgrotten.
in ziemlich jähem Absturze 1 25 Fufs tief. Die Eismasse hatte,als Pictet am 7. Jul* 1822 sie besuchte, 75 Fufs Länge, beieiner mittleren Breite von 40 Fuls; sie ist mit steilen Wändenumgeben, die auf eine merkliche Tiefe schliefsen lassen, lnder Mitte der Höhle, 2 Fufs über dem Eise, stand das Thermo-meter auf -J- 1°R. In der Eishöhle auf dem Berge Veiuh 2 3 ,462 Toisen über dem Genfersee , ist die Einsenkung wenigertief, doch ist der Boden immer hinabwärts geneigt; die horizon-tale Eismasse hat 70 F. Breite und 30 Fufs Länge. Am 17. Juli1822 fand I’ictet 1 Fufs über dem Eise die Temperatur1°,2 R.Die Eisgrotte von Fondeurle 3 ist 200 Fufs tief. Das sogenannteSchafloch am Rothhorn im Canton Bern 4 , 3700 Fufs über demThunersee ist ebenfalls ziemlich steil absteigend. Dufouh fandim obcrn Theile desselben 1 Fufs über dem Boden die Tempe-ratur + ar R. bei einer äufsern Luftwärme von 18 bis 20°. Indiesen Höhlen , deren Eingang meistens beträchtlich verengt ist,bemerkt man keine Spur von Luftzug 5 . Ihre Tiefe ist mitcompactem Eise ausgefüllt; und nur am Eingänge der wenigereinüesenkten Höhle auf Versi befand sich einmal etwa 2 Fufsunterhalb desselben einiges Wasser, das aber 0° Temperaturhatte. Die Oelfnungen aller dieser Höhlen sind den kältestenund trockensten Winden ausgesetzt, indem sie in der Regelgegen Nord oder Ost ausgehen 6 . Dafs übrigens die Erkältungnur von atmosphärischen Einwirkungen, nicht von einer innernKälte des Gebirges herrühre, erweist sich auch durch die Tem-peratur einer Quelle die nur auf Schufsweite von der Grotte vonSt. George aus einer senkrechten Felswand herausspringt. Pctetfand sie -f- 8°, 5R. was der mittlern Wärme des Berges in jenerHöhe entspricht. Tictet 7 leitet die Eisbildung in diesen Grot-ten von Luftströmen her, welche durch Verdunstung erkältetwerden; und bringt diese Erscheinung mit den Kellern amMonte testaceo bei Rom, denen auf Ischia bei St. Marino , bei
1 Man steigt anf Leitern hinunter,
2 Pictet Bibi . Univ. XX. 272. Deluc a. a. O. S. 123.
3 Ebend. 125.
4 Ebend. XXI. 113.
5 Siche das bestimmtere Zeognifs von Colladon u. Pictet . Ann.de Ch. et Phys. XXL 122. 124.
6 De Luc a. a. O. S. 120, u. Dufonr a. a. O. S. 115.
7 Bibi. Univ, XX. 278.