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Dritter Band. E.
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Elasticitat.

die schraubenförmig gewundenen Glasfäden (t’ermiculi vilrei),welclie ihre gewundene Gestalt ohne Zuthun der Arbeiter durchdas Herabfliesen in das Wasser annehmen. Erhitzt man dieGlastropfen auf Kohlen und lafst sie langsam in denselben oderim Kühlofen erkalten, so verlieren sie ihre Sprödigkeit, undgleichen dem gekühlten Glase 1 .

Etwas diesem Aehnliches findet auch hei den Metallen, na-mentlich dem Stahl statt. Wird derselbe glühend in Wassergeworfen, so erhalten seine Theile eine eigenthiimliche Spannung,er ist spröde, und zwar oft auf gleiche Weise, als das Glas(glashart), wird er aber dann wieder erhitzt, und erkaltet lang-sam ( angelassen ), so wird erweich oder federhart, je nachdemdie Ilitze, welcher man ihn wieder aussetzt, gröfser oder ge-ringer war, und seine Federkraft ist nach diesen Bedingungenschwächer oder stärker. Man erklärt diese Erscheinung beibeiden genannten, und bei allen andern Körpern, wo sie statt-findet, daraus, dafs die Theile beim langsamen Erkalten eineder Cohäsion günstigere Lage annehmen, so dafs sie nicht soleicht über die Grenze derselben hinausgerückt werden können 2 .

Bleibend oder permanent* elastisch heifst ein Körper, des-sen Theile nach der Zusammendrückung oder Ausdehnung, wielange diese Einwirkung auch dauern oder wie oft sie wieder-holt werden mag, dennoch allezeit wieder die frühere Gestaltund das ursprüngliche Volumen des Körpers wieder herstellen,abgesehen vom Einflüsse einer höheren oder geringeren Tem-peratur. Den Erfahrungen zu Folge können blofs die Flüssig-keiten permanent elastisch genannt werden. Von den expan-sibelen nämlich ist dieses so weit erwiesen, als überhaupt et-was durch Erfahrung erweislich ist 3 , von den tropfbaren Flüs-

1 Kästner diss. math. et phys. n. VIU. p. 59. 125. ErxlebenNaturlehre. S. 355.

2 Young Course of Lectures on Natural Phil. Lond. 1S07, II Vol.4. I. 644.

3. Permanente Elasticitat, hat man bisher als unterscheidendenCharakter der expansibelen Flüssigkeiten angesehen, und diese Eigen-schaft den Gasarten, im Gegensätze der Dämpfe beigelegt. Nenntman aber die Gasarten expansibel, so kann der Ausdruck, permanentelastisch, wieder in seiner eigentlichen Bedeutung genommen werden.Ohnehin bleiben die Dämpfe, so lange sie wirklich Dämpfe sind, ebenso gut permanent elastisch, als die Gasarten.

4. Vergl. Expansibilität.