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Allgemeine Betrachtungen.
sigkeiten aber läfst sich dasselbe nur in so lern annehmen, alses aus theoretischen Gründen im höchsten Grade "wahrschein-lich wird; auch entscheidet die oben erwähnte Erfahrung desGrafen Bücquoi dafür, indem das noch zähe, mithin nur un-vollkommen flüssige Glas durch wiederholte Schläge mit demRammklotze nicht dichter wurde, folglich seine Theile durchmehrfache starke Compressionen einander nicht bleibend näherkamen. Unter den festen Körpern haben einige einen sehr ho-hen Grad der Permanenz ihrer Elasticität. So wird eine Stahl-feder oder eine gut geschlagene Messingfeder, eine dünne StangeFischbein, Horn, Schildpatt und dergl. eine unbestimmbarlange Zeit elastisch bleiben, jedoch unter zwei Bedingungen,nämlich zuerst wenn ihrer Elasticität nicht über eine gewisseGrenze hinaus entgegengewirkt wird, so dafs ihre Theile nachaufhörendem Drucke vollkommen an ihren früheren Ort zurück-kommen ; und zweitens wenn die Zusammendrückung nicht zulange Zeit anhaltend wirkt. Beispiele unglaublich anhaltenderElasticität unter diesen angegebenen Bedingungen geben unter an-dem die Federn der Taschenuhren und die feinen Spiralfedern derUnruhe in denselben. Wenn man diese übrigens längere Zeit,nämlich Monate oder Jahrelang gespannt läfst, so verlieren sievon ihrer Elasticität, und kommen nicht wieder auf ihren frü-heren Standpunct zurück. Eigentlich permanent elastisch sinddaher nur die Flüssigkeiten, welches auch mit den theoretischenVorstellungen über das Wesen der Elasticität iibereinstimmt.
Schwieriger ist die Entscheidung der Frage, ob es voll-kommen elastische Körper giebt oder nicht. Vollkommen ela-stisch nennt man insgemein diejenigen Körper, deren Kraft derElasticität der zusammendrückenden Kraft genau proportionalist, deren Theile also bei nachlassendem Drucke ihren vorigenRaum vollständig wieder ausfüllen Untersucht man zuerstdas Verhalten der festen Körper, so könnte man viele derselbenallerdings nach dieser Feststellung des Begriffs vollkommen ela-stisch nennen. Wenn man nämlich Versuche mit der Dreh-waage anstellt, und den an einer Metallsaite hängenden Körperaus dem Zustande der Ruhe um die lothrechte Axe der Saitedurch einen nicht zu grofsen Bogen bewegt; so wird derselbe sichselbst überlassen seinen ursprünglichen Stand wieder einnehmen,
1 Musschenbroek Introd. I. 761. Robison Mech. Phil. I. 374.Biot Traitd. I. 469,
Bd. III.
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