202
Elasticilät
sticität nicht übersteigt, wird er die ursprüngliche Lage seinerTheile wieder erhalten, soweit dieses durch Messung bestimmtwerden kann. Diesemnach mufs, rücksichtlick auf die Ela-sticität gegen Drehung, ein an einer lothrecht aufgehangenenSaite oscillirender Körper stets kleinen Bogen durchlaufen, undendlich auf seinem ursprünglichen Orte zum Stillstände kom-men. Coulomb untersuchte bei einem Eisendrahte von Ko. 1,welcher 6,5 Z. lang und mit einem Gewichte von 2 ff belastetwar, die Abnahme der durchlaufenen Bogen, indem er die Os-cillationen zählte, nach denen der von der Spitze des ZeigefSam Cylinder durchlaufene Bogen um 10° vermindert wurde,wobei er von einem Drehungswinkel = 90° ausging, die Os-cillationen zählte, bis dieser = S0° wurde, dann denselbenweiter bis 45° abnehmen liefs, und abermals die Oscillationenzählte, bis derselbe = 35° wurde u. s. w. Hierdurch erhielter folgende einander zugehörige Gröfsen:
Drehungswinkel
90° 00' . »45° 00' . .22° 30' . .11° 15' . .
Zahl der Oscillationen.
. . . 3,5
. * . 10,5, . . 23,0. . . 46,0
Man sieht bald, dafs die für eine Abnahme von 10° erforder-liche Zald der Oscillationen bei kleinen Bogen der Gröfse die-ser letzteren umgekehrt proportional ist, bei gröfseren Oscilla-tionsbogen aber eine bedeutende Abweichung von diesem Ge-setze zeigt. Der Thatsachen sind indefs zu wenig vorhanden,um ein allgemeines Gesetz liierüber aufzufinden. Versuche miteinem Messingdrahte von gleicher Länge, Dicke und Belastunggaben ein gleiches Resultat,gende Werthe einander zu:
Drehungswinkel
90° 00'
* 45" 00'
22" 30'
11° 45'
Es gehörten nämlich hierbei fol-
Zahl der Oscillationen6164080
Uebersteigt die den Körper verändernde Kraft das Mafs sei-ner Elasticität, so wird ihren Theilen eine bleibende Verän-derung ihrer Lage mitgetheilt (take a set ) } und sie kommennicht wieder zu ihrer ursprüngliche« Stelle zurück, wenn dieKraft zu wirken aufhört, zerbrechen aber, wenn ihre Wirkung