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Dritter Band. E.
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Elasticität.

Körpern alle Erscheinungen der Elasticität von einer Ausdeh-nung ihrer Theile und dem Bestreben derselben, sicli wiederzusammenzuziehen , abgeleitet werden müsse, eine Zusammen-drückung oder Näherung dieser Theile aber ganz unstatthaftsey, hätte Ghen bei näherem Nachdenken sich selbst leichtwiderlegen können. Die bekannte Erfahrung an einer elfen-beinenen Billardkugel, welche auf eine ebene, mit Kienrufsgefärbte, harte Platte geworfen, llacli gedrückt wird, erklärter zwar daraus, dafs die Theile seitwärts ausweichen , unddurch ihr nachfolgendes Zusammenziehen das Aufspringen der

Kimel veranlassen sollen. Als Beweis hierfür dient ihm eino

stählerner Bing, welcher bei der Zusammendrückung an dengedrückten Stellen Bogen mit gröfserem Radius bildet, also aus-gedehnt wird, und durch Zusammenziehung der gedehntenTheile seine ursprüngliche Form wieder erhalten soll. Obgleichdieser Versuch keineswegs beweisend ist, umsomehr, als beider Erklärung desselben auf die kleineren, von den gröfserenum 90* entfernten, Bogen gar keine Rücksicht genommen wird,so läfst sich doch bei beiden Erscheinungen, sowohl an derKugel als auch am Ringe, nicht darthun, dafs die Elasticitäteben so gut eine Folge der Zusammenziehung als auch der Aus-dehnung der weiter entfernten und der mehr genäherten Theilesey. Allein zuerst ist es schon an sich eine gewagte Voraus-setzung, dafs z. B. bei einer aufgewundenen Stahlfeder oder ei-nem gebogenen Stabe keine Zusammendrückung der Theile ander inneren Seite der Biegung stattfinden sollte, zweitens aberbeweisen die zahlreichen Beispiele der Compression tropfbarerFlüssigkeiten und fester Körper hinlänglich, dafs die Theile der-selben durch äufsere mechanische Gewalt einander wirklich nä-her gebracht werden *, endlich aber zeigt das Ausweichen derzusammengedrückten Theile bei zu starker Krümmung elasti-scher Körper genugsam, dafs ebensowohl eine Zusammendriik-kung als eine Ausdehnung der Theile die nächste Ursache derReaction elastischer Körper gegen äufsere Gewalt sey, nichtzu gedenken des Beweises, welcher aus den Schwingungen elasti-scher klingenderKörper folgt,indem diese auf keineWeise alsblolseAusdehnungen anzusehen sind. Ohne Zweifel ist auch die beimBiegen elastischer Drähte freiwerdende Wärme, wenn die Bie-- -iv

1 Vpret. Comvressibilitnt .