Band 
Dritter Band. E.
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Theorie.

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lieit hervorbringe seht aus andern Erscheinunsen hervor. Soist die Polarisation des Lichtes anders in nicht gekühltem, alsin gekühltem Glase; mechanischer Druck, ungleiche Erwär-mung bringt gleichfalls eine Veränderung hervor, auch fandThenaiid den bis 60° C. erwärmten und langsam erkaltetenThosphor weifs und durchsichtig, schnell abgekühlt aber wurdederselbe schwarz und undurchsichtis wie Kohle 1 .

Dafs eine andere Aggregation der Elemente bei flüssigenKörpern als bei festen statt finde, geht unverkennbar aus denErscheinungen ihrer Elasticität hervor. Berücksichtigen wir zu-vörderst die tropfbar flüssigen, indem nur diese im oben angege-benen Sinne des Wortes elastisch genannt werden können, so sinddiese zuerst in sofern vollkommen elastisch, als sie der Erfahrungnach gegen jeden auch noch so grolsen Druck mit einer dieser zu-sammendrückenden Kraft proportionalen reagiren, und beim Nach-lassen desselben ihr früheres Volumen wieder erhalten. Dafs die-ses Gesetz nicht bis ins Unendliche gültig seyn könne ist als wahr-scheinlich anzunehmend schon oben bemerkt, und es scheint dasabsolut Unendliche überhaupt nicht in derNatur vorhanden zu seyn,weil sie selbst endlich seyn muls, wenn gleich ihre Grenzen nichtüberall aufgefunden werden können, undPAHKOT 2 3 schlägt dahernicht ohne Grund vor, das unmel’sbar Kleine physisch unendlichklein im Gegensätze des geometrisch unendlich Kleinen zu nennen.Die Erscheinung der Elasticität tropfbar flüssiger Körper könnenwir uns nach La Place, Biot 3 u. a. hypothetisch aus der verhält-nifsmäfsigen Lage ihrer Bestandteile gegen einander recht guterklären. Nach Biot nämlich ist bei diesen das repulsive Prin-cip (die Wärme) nicht in dem Grade thätig, als bei den gasför-migen , deren Theile sich daher stets mehr zu entfernen streben.\ielmehr wirken die Anziehungskräfte bei ihnen so stark, dafssie ihr durch äufseren Druck und die Wärme bedingtes Volumenstets beibehalten. Indefs zeigen sich bei ihnen, so lange sieim Zustande der tropfbaren Flüssigkeit bleiben, keine Anzie-hungsgesetze, welche von der Gestalt und Lage ihrer Elemen-tarteilchen abhängen, und welche mit der Entfernung dersel-ben von einander weit schneller abnehmen, als die Anziehun-gen überhaupt. Die Theilchen werden sich daher anziehen,

1 G. XL. 342.

2 Theor. Physik. I. 65.

3 Traite I. 467. Vergl. Festigkeit und Flüssigkeit.