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Praktische Anwendungen.
ren muf$ man indefs nothwendig seine Zuflucht nehmen, wennman consequent argumentiren will. Denn wenn man annimmt,dafs die Elemente der Flüssigkeiten einander durch mechanischenDruck mehr genähert, oder dafs die einen mehr in die Zwischen-räume der andern eingedrückt sind, so müssen sie nothwendigbei der auf Erfahrung beruhenden gleichmäfsigen Lage allerTheile gegen einander durch Repulsivkraft wieder zurückgestolsenwerden, ohne dafs blofse anziehende Kräfte dieses Phänomenzu erklären vermögen *.
IV. Praktische Anwendungen.
Eine vorzügliche Anwendung der vorhergehenden Betrach-tungen geben die aufgefundenen Gesetze, nämlich dafs die Elasti-cität oder die elastische Kraft der Körper einer auf sie einwir-kenden, ausdehnenden, beugenden oder zusammendrückendenKraft so weit proportional ist, bis die dadurch erzeugte Verän-derung derselben über die Grenze ihrer Elasticität hinausgeht,und dafs eine über diese Glänze hinausgehende, auf die Kör-per fortdauernd wirkende Gewalt dieselben allmälig und mitzunehmender Geschwindigkeit, oder auch durch öftere Wie-derholung endlich zerstören mufs. So wird ein Geschütz, wennes mit einer über die Grenze seiner Cohäsion hinausgehendenLadung geladen wird, zwar nicht das erstemal, wohl aber beiwiederholten Schüssen zerrissen werden, und ein auf gleicheWeise übermäfsi^ beschwerter Balken zwar nicht augenblicklich,aber mit der Zeit brechen, nachdem seine Biegung fortwährendzugenommen hat 1 2 . Man darf daher beim Maschinenwesen kei-nen Theil über die Grenze seiner Elasticität hinaus belasten.
Körper, welche eine nicht grofse Elasticität, aber bedeu-tende Härte haben, können unter geeigneten Umständen 'grofseLasten tragen, weil sie der beugenden Gewalt nur wenig nach-geben , wenig herabsinken, und nicht leicht über die Grenzeihrer Cohäsion hinaus gebracht werden. Wirkt aber eine ihreSprödigkeit treffende Gewalt auf sie, dann zerbrechen sie leicht.