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Dritter Band. E.
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Eleklricität.

Stelle, welche ein Körper in dieser Reihe einnimmt, ’gesetz-mäfsig abhängt, nämlich der Grad der Oxydirbarkeit desselben,oder seiner Verwandtschaft zum Sauerstoff, so zwar, dafs imgeraden Verhältnisse derselben ein Körper näher nach dem posi-tiven Ende zu gelegen ist, und von je zwei solchen Leiternder oxydirbarere stets der positive wird. Dagegen scheint esmehr Schwierigkeit zu haben, eine, dasselbe Gesetz befolgende,Abhängigkeit der Isolatoren in ihrem el. Verhalten unter ein-ander und mit den Leitern nachzuweisen, da sehr viele Iso-latoren sich einem solchen chemischen Processe, nach welchemdie Oxydirbarkeit bestimmt wird, gänzlich entziehen. Vielmehrbestimmen hier mehr gewisse physische Eigenschaften und ins-besondere die Beschaffenheit der Oberfläche vorzugsweise diesesVerhältnifs. In dieser Hinsisht scheint besonders die Rigiditätoder der Grad der Starrheit und die Modification derselben,welche durch Härte und Weichheit bezeichnet wird, einen vor-züglichen Einflufs zu äufsern. Die härtesten unter den Isolato-ren sind auch diejenigen, welche vorzüglich geneigt sind, po-sitive Elektr. anzunehmen, und der härteste unter allen, derDiamant, ist auch der am meisten positive. Alle wirklichenEdelsteine, die härter als Glas sind, werden mit diesem positiv,das Glas negativ. Bernstein ist härter als Schwefel, und wirdauch mit diesem positiv, Siegellack ist härter als Talk und Bild-stein , und weicher als Glimmer; mit ersterem wird er IIauy’sVersuchen zufolge, positiv, mit letzterem negativ. Auch dieArt, wie die verschiedene Temperatur, welche die Rigiditätmodificirt, zugleich das elektrische Verhalten der Körper gegeneinander bestimmt, stimmt mit dem angegebenen Gesetze über-ein. Jederzeit erhält nämlich von zwei sonst völlig gleichenExemplaren eines und desselben Isolators beim Reiben an einan-der der wärmere — E., der kältere + E. vox IIf.kbkkt , derv solche Versuche an Schwefel, Siegellack, Seide und Glas an-

stellte, fand schon einen Temperaturunterschied von nicht 10°R-vollkommen dazu hinreichend 1 . Auch die Art der Vertheilungder Elektricitäten an zwei Körper von gleicher Beschaffenheit,wenn sie so an einander gerieben werden, dafs für den einender Werth der Reibung gröfser ausfällt, als für den andern,reducirt sich gröfstentheils hierauf. Es gehören hierher alle

1 S. dessen Theoria phaenomenorum electricorum. Ed. alt. p. 158.