ElekU'icität.
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Dafs Körper im Fortgange des Reibens an einander die zu-erst an ihnen aufgetretenen Elektricitaten in umgekehrter Ver-theilung zeigen, reducirt sich in manchen Fällen auf die ebenangeführten Gesetze. Reibt man z. B. weifses seidenes Zeugmit einem Stücke trockenen Fapiers, so wird die Seide gewöhn-lich — el. erwärmt man aber das Papier, so wird dieses— el. die Seide -(- el. Dieses durch die Wärme erregte Ver-mögen nimmt aber wieder ab, wenn das Papier wieder er-kaltet, und es giebt einen Moment, in welchem seine el.Disposition der Seide völlig gleich ist; in dieser Periode bringtdas Reiben beider Körper kein merkliches Zeichen irgend einerE. hervor. Ist dieser Zeitpunct vorüber, so werden die Um-stände für die Positivität des Papiers durch weiteres Erkaltendesselben allmälig noch günstiger, während dieselben der Nega-tivität der Seide gleichgünstig hleiben, und diese tritt dann wie-der mit — E., jenes mit -J- E. auf.
C. H. Mulleh, der in seinen Anmerkungen zu Sijtgeh’sE lementen der Elektr. diese und mehrere andere Erfahrungenüber die Vertheilung der beiden Elektricitaten an die Körperbeim Reiben zusammengestellt hat, glaubt das allgemeine Prin-cip , aus welchem sich jene gesammten Erfolge bei aller schein-baren Regellosigkeit und Wandelbarkeit gesetzmäfsig ableitenund jedesmal bestimmen lassen, in folgendem Ausdrucke amnaturgemäfsesten aufgefafst zu haben. Werden die Oberflächenzweier Körper an einander gerieben, so ist diejenige, deren in-tegrirende Theile am wenigsten von einander weichen, und ihreLage unter sich wenig oder gar nicht verändern, am geneigte-sten -j- E. anzunehmen, und diese Neigung vermehrt sichdurch einen vorübergehenden Druck (das Streben nach Aufsenzu wirken ist mit W iderstand gegen Einflüsse und Eindrücke vonAufsen verbunden). Im Gegentheile erlangt die Oberfläche, derenTheilchen durch die Rauheit der andern Oberfläche oder durchirgend eine andere Ursache am meisten von einander entferntwerden, hierdurch ein Streben — E. anzunehmen und die-ses Streben vermehrt sich, wenn die Oberfläche eine wirklicheAusdehnung erfährt (das Streben, Wirkungen von Aufsen in sichaufzuuehmen, ist mit der Eigenschaft des Nachgebens eins).Je ^nehr in diesem Act die Oberflächen entgegengesetzt sind,desto energischer ist die E., die sich auf ihnen entwickelt,und sie wird in dein Mafse schwächer, als sie sich einander