Band 
Dritter Band. E.
Seite
266
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Elektricität.

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war um so kräftiger, je gvöfser die Verwandtschaft zwischen de'nKörpern war, die sich verbanden. Um die Verbindung lang-samer zu bewerkstelligen kann der eine der hierzu anzuwenden-den Körper in eine nasse Blase eingeschlossen werden. Metall-oxyde wirkten gegen Alkalien wie Säuren; dasselbe thaten Er-den und Metallsalze. Durch doppelte Zersetzungen, wo dieBasen und Säuren gesättigt blieben, erhielt Becquekel keinZeichen von el. Strömung, ausgenommen wenn Eisenvitrioldurch blausanres Eisenkali gefällt wurde, wobei ersterer nachArt einer Säure wirkte 1 . Selbst bei Auflösung von trockenenSäuren in Wasser, ja beim Zusammenkommen von concentrirtenflüssigen , wie der Salpetersäure oder Schwefelsäure mit Was-ser, zeigte sich jene el. Wirkung. Nur wurde bei Anwendungder flüssigen Säuren, weil sie nicht unmittelbar von der Platin-zange gehalten werden konnten, Platinschwamm damit getränkt,der von der Platinzange gefafst nunmehr in das destillirte Was-ser des Platinlölfelchens getaucht wurde. Die Richtung des el.Stromes war hierbei eben dieselbe, als w^enn das Wasser eineBase wäre, und umgekehrt, wenn kaustisches Alkali in Wasseraufgelöst wurde, so gab der el. Strom zu erkennen, dafs dasWasser wie eine Säure wirkte. Nur die Salzsäure machte eineAusnahme, indem sie sich gegen dasW r asser el. positiv ver-hielt, worin sich diese Säure andern durch Wasser verdünntenSäuren gleich verhielt, die, wie ich schon früher von derSchwefelsäure gezeigt habe 2 , ihren el. Werth durch die Ver-dünnung mit Wasser umkehren, w T as auch mit Seebeck’s Ver-suchen über die thermomagnetische Reihe der Körper überein-stimmt. Bei der Auflösung von Salzen in Wasser fand Becquekelwenig oder keine el. Wirkung, nur bei der Auflösung vonschwefelsausem Natron und salzsaurem Baryt wurde eine ge-ringe Spur davon bemerkt, wobei sich das Wasser gleich einerSäure verhielt. Becquekel untersuchte ferner die el. Phäno-mene, welche bei der Vereinigung zweier Säuren entstehen, ererhielt aber nur veränderliche und anomale Wirkungen.

Da die Capillarität auf der Anziehung der kleinsten Theil-chen einer Flüssigkeit gegen die Materie des Haarröhrchensberuht, die gleichsam die erste Stufe der Anziehung ist, so

1 Schweigg. J. N. R. IX. 385.

2 Gehleu’s Journ. d. Ch. und Pli. V. 82.