284
Elektricität.
che angestellt hat, gehören mehr in die Physiologie als hier-her 1 . Uebvigens wird unter dem Artikel: Elektricität }inedicinische von den Wirkungen der E. auf den kran-ken menschlichen Organismus noch besonders gehandeltwerden. Auch auf die Pflanze und ihr Wachsthumhatte man nach früheren Versuchen der an diese im isolirtenZustande mitgetheilten E. einen besondern Einflufs zugeschrie-ben. Maculhay in Edinburgh war der erste, der ein Beför-dern desKeimens der Pflanzen durch Elektrisiren beobachtethaben wollte, ein Resultat, welches Nollet durch seine Ver-suche 2 bestätigte. Indefs ist dasselbe von Dr. Ikgewhouss 3durch sehr genaue Versuche vtfflig ungegründet befunden. Die-ser schafsinnige Beobachter schreibt die vorgegangene Täu-schung dem Umstande zu, dafs das Licht auf das Wach stimm jun-ger Pflanzen einem sehr nachtheiligen Einflufs hat. Nun, sagt er,legte man bei solchen Versuchen die Samenkörner auf den Bo-den elektrisirter Gefälse, welche nahe bei der Elektrisirmaschineim Dunkeln standen. Wenn sie dann ungleich besser fortka-men und keimten, als die im Lichte oder an pler Sonne stehen-den unelektrisirten, so schrieb man [dieses bessere Gedeihenganz ehrlich auf Rechnung der E. Die Ingenhouss’schenVersuche, die mit möglichster Sorgfalt angestellt sind, leh-ren überzeugend, dafs zwischen dem Wachsthum elektrisirterund unelektrisirter Pflanzen nicht der mindeste Unterschied stattfindet, wenn man nur Sorge trägt, beide in einerlei Lage ge-gen das Licht des Tages und der Sonne zu erhalten. Ebendieses bestätigen auch die von Ikgeshouss und Schwaykhardgemeinschaftlich angestellten Versuche mit Senfkörnern undKresse 4 5 , wobei noch bemerkt wird, dafs Zwiebelgewächse, z.B. Hyacinthen, Jonquillen u. d. g. wegen der in verschiedenenSubjecten äufserst verschiedenen Vegetationskraft bei dergleichenVersuchen niemals sichere Resultate geben. Durch neuere Ver-suche will indessen Müller 5 allerdings einen wohltliätigen