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E1 e k t r i c i t a t.
üher den Einflufs des verschiedenen hygrometrischen Zustandesder Luft auf gewisse el. Erscheinungen gemacht hat. Der Ap-parat zu diesen Versuchen bestand in einem auf einem vertica-len Glasfufse horizontal liegenden isolirtenMessingstäbchen, dasan beiden Enden mit Knöpfen versehen war. An einem dieserKnöpfe hängen an leinenen Fäden zwei Hollundermarkkügelchenherab. Zur Prüfung der E., mit welcher in den angestelltenVersuchen die Hollundermarkkügelchen divergirten, bedienteer sich nach der bekannten Weise einer geriebenen Glasröhreoder Siesellackstanne. Die Feuchtigkeit der Luft mafs er durchein Federkielhygrometer. Berührte er dann das Messingstäbchenin seiner Mitte mit der geriebenen Glasröhre, so divergirten dieFäden, fielen aber auch kurz darauf wieder zusammen. Als■ hierauf die Glasröhre Von dem Stäbchen entfernt wurde, diver-girten die Fäden zum zweitenmale. Diese beiden Divaricationenhingen von entgegengesetzten Elektricitäten ab , die erstere vonpositiver E., die zweite von negativer. Dieses erklärt sichnach (dem Gesetze der Vertheilung so, dafs die Glasstange nachder Mitte, wo sie die Messingstange berührte — E. hinzog,und nach den beiden Enden -J-E. zurücktrieb, die die Hollunder-markkügelchen an dem einen Ende zur Divergenz brachte, sichaber auch in die Luft zerstreute, weswegen die Kügelchen wie-der zusammenfielen, während die negative E. gebunden durchdie positive der Glasröhre sich nicht zerstreuen, aber auchnicht an die Glasröhre übergehen konnte, wegen der weni-gen BerührungspUncte mit dem Glase und der Hindernisse,die das Glas durch seine nichtleitende Eigenschaft und seineglatte Oberfläche diesem Uebergange entgegensetzte, weswegendann nach Entfernung der Glasröhre diese negative E. in denfreien Zustand überging, und da die -)- E. der 0, aus dem sieangezogen worden war, sich inzwischen zerstreuet hatte, nichtwieder zu 0 gebunden werden konnte, und eine zweite Diva-rication der Hollundermarkkügelchen bewirkte. Das Interes-sante bei diesen Versuchen war nun, dafs es lediglich auf denhygrometrischen Zustand der Luft ankam, ob nur die eine oderbeide Divergenzeji eintraten, und ob die erste oder die zweitedie gröfsere war. Bei sehr trockener Luft, wie sie schon bei45°seines Hygrometers statt fand, und noch gewisser bei höhe-ren Graden desselben fand keine zweite Divarication statt, son-dern nur eine erste, und diese war dauernd und grofs. Dieses