Band 
Dritter Band. E.
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Wirkungskreis derselben.

erklärt sich daraus, dafs in diesem Falle in der kurzen Zeit desVersuchs die freigemachte E. sich nicht zerstreuen konnte, undfolglich nach Entfernung der Glasröhre oder Siegellackstangeseinen inzwischen gebundenen Gegensatz wieder zu 0 ausglich,weswegen die Kügelchen nicht zum zweitenmale aus einandergehen konnten. Bei 40° bis gegen 20° des Hygrometer* (also beizunehmender Feuchtigkeit) wechselten die eine und die zweiDivaricationen ab, letztere wurden immer häufiger, je tieferder Grad wurde. Endlich bei einer Feuchtigkeit unter 20°war weder die erste noch die zweite Divarication zu sehen,sondern die E. zerstreute sich augenblicklich. In der Epocheder Divaricationen war es angenehm zu bemerken, wie dieGröfse der zweiten Divarication mit der Anzeige des Hygrome-ters correspondirend war, nämlich wenn die zweite Divaricationzu einer Stunde des Tages gröfser als zu einer andern war, sohatte die Feuchtigkeit der Luft zugenommen, und umgekehrt.Durch eine kleine Uebung brachte Heller es dahin, diese Zu-nahme der Feuchtigkeit blofs aus der Beobachtung der Gröfseder zweiten Divarication mit Gewifsheit vorauszusagen , so dalsdieser so einfache Apparat wenigstens für die Epoche der zweiDivaricationen ihm statt eines Hygrometers diente. Nach deroben zum Grunde gelegten Erklärung ist es begreiflich, dafs, sowie die Feuchtigkeit der Luft zunahm, die Epoche der zweiDivaricationen eintreten mul'ste, weil nun während des auchganz kurzen Anhaltens der Glasröhre ein Theil der -f* E. sichdurch die feuchte Luft zerstreuen mufste, und folglich bei Ent-fernung der Glasröhre die durch dieselbe gebunden gehaltene■— E. nicht vollkommen zu 0 gebunden werden konnte, son-dern zum Theil zu überwiegend bleiben mufste. Eben so be-greiflich ist es, wie die zu einer Zeit verhältnifsmäfsig gröfserezweite Divarication als zu einer andern Zeit für jene erstere einegröfsere Feuchtigkeit anzeigen mufste, weil eben darum in dergleichen Zeit sich mehr von der -}- E. zerstreuen, und alsovon der gebunden gewesenen — E, ein verhältnifsmäfsig grö-fserer Theil als frei auftreten mufste 1 .

So einfach die Gesetze der E, sind, so mannigfaltig werdendoch ihre Anwendungen durch die fast unzähligen einzelnen Fälle

1 Aus dieser Darstellung ergiebt sich, dafs hierbei von einerwenigen Divarication, welche Fischer phys, Wort. VI. 267. hinein-bripgt, nicht die llede seyu kann.