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Nautische astronomische und logarithmische Tafeln : nebst Erklärung und Gebrauchs-Anweisung für die königliche preussischen Navigations-Schulen / bearbeitet von F. Domke
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im vergrösserten Breiten-Unterschied immer so oft vervielfacht in denLängen-Unterschied übergeht, als der Breiten - Unterschied in der Ab-weichung enthalten ist.

Tafel IY.

Unterschied zwischen dev Mittelbreite und derjenigen Breite, in welchedie Abweichung fällt.

Diese Tafel hat in der ersten Spalte die Mittelbreite und oben denBreiten-Unterschied zu ihrem Argument. Die Grösse, welche man fürdiese Argumente in der Tafel findet, ist stets zur gegebenen Mittelbreitezu addiren, um diejenige Breite zu finden, in welcher die Abweichunggleich dem Bogen des Breitenparallels zwischen den Meridianen der ab-gefahrnen und bekommenen Breite ist. Es sei z. B.

die abgefahrne Breite = 6o° io' Nund die bekommene Breite =63 24 N

so ist die Mittelbreite = 61 47und der Breiten-Unterschied = 3 14.

Geht man nun mit der Mittelbreite in der ersten Spalte und demBreiten-Unterschied oben, in die Tafel ein, so findet man den Unter-schied = 2'. Die Breite, in welche die Abweichung fallt, welche auchdie corrigirte Mittelbreite genannt werden kann, ist daher = 6i° 47' + 2 1= 6i° 49'. Mit dieser corrigirten Mittelbreite und der Abweichung findetman nun auf dem gewöhnlichen Wege nach der sogenannten Mittelbreiten-Rechnung den richtigen Längen-Unterschied.

Tafel Y.

Scheinbare Entfernung der Kimm in englischen Seemeilen.

Diese Tafel enthält für die Höhe des Auges über der Wasserflächein Rheinländischen Fuss die scheinbare Entfernung der Kimm oder dessichtbaren Horizonts vom Beobachter in englischen Seemeilen. Die schein-bare Entfernung ist, wie unter der Tafel bemerkt steht, 1.08 Mal derEntfernung der wahren Kimm angenommen.

Da auf der See, der stets mehr oder weniger statt findenden verti-calen Bewegung des Schiffes wegen, die Höhe des Auges sich wohl nichtnäher als auf volle Fuss ermitteln lässt, so kann für Augeshöhen bis100 Fuss die scheinbare Entfernung der Kimm unmittelbar aus der Tafelentnommen werden. Für grössere Äugeshöhen, als 100 Fuss, die zwischendie in der Tafel angegebenen fallen, hat man eine Proportion aufzulösen,um die Grösse zu finden, welche zu der Entfernung der Kimm zu addirenist, die der in der Tafel angegebenen nächstkleineren Augeshöhe ent-spricht, um die gesuchte Entfernung zu erhalten. So findet man z. B.für 79 Fuss Augeshöhe die scheinbare Entfernung der Kimm = 10.36Seemeilen. Soll aber diese Entfernung für 106 Fuss Augeshöhe gesuchtwerden, so hat man in der Tafel

für 100 Fuss die Entfernung =11.66110 - - - = 12.23

Untersch. = 10 Unterscli. = 0.57.

Der Unterschied der nächstkleineren und der gegebenen Augeshöhe istaber =106— 100 = 6 Fuss; mithin schliesst man

l • 1. ■ 0.37 X 6

10: 6 = 0.57 : x ; giebt * = — —^ = 0.34

Die gesuchte Entfernung der Kimm für die Augeshöhe von 106 Fuss istdemnach =11.66 + 0.34=12.00 englische Seemeilen.