XLVI
Länge von^ Greenwich über und unter jeder der andern Spalten angege-ben ist. Für diese Breiten und Längen steht in jeder horizontalen Ab-theilung der Tafel zuerst die Declination oder Missweisung, dann die In-clination und zuletzt die ganze Intensität. Westliche Declination undnördliche Inclination oder Neigung des Nordpols der Magnetnadel ab-wärts sind mit -f-, dagegen östliche Declination und südliche Inclina-tion oder Neigung des Südpols der Nadel abwärts mit — bezeichnet.Die Einheit für die Intensität ist willkührlich. Die in dieser Tafel be-nutzte Einheit ist diejenige, nach welcher die ganze Intensität in London1.372 und in Paris 1.348 beträgt. Aus der ganzen Intensität findet mandie horizontale, wenn man die ganze Intensität mit dem Cosinus der In-clination multiplicirt.
Von den m dieser Tafel berechneten Grössen ist besonders die De-clination oder Missweisung für den practischen Seemann von Wichtigkeit.Da diese Declinationen jedoch von den wirklich stattfindenden an manchenOrten der Erde noch bedeutend abweichen, so können sie bis dahin, dassdie Ursachen dieser Abweichungen ermittelt und ausgeglichen wordensind, dem Seemanne nicht zur Anwendung empfohlen werden, sondernderselbe muss sich allein an der aus Beobachtungen hergeleiteten Miss-weisung halten.
Tafel L.
Geographische Lage derjenigen Punkte, durch welche der magnetische Erdäquatorim Jahre i835 ging, entlehnt aus dem Atlas des Erdmagnetismus von Gauss.
Diese Tafel enthält die Länge und Breite derjenigen Punkte der Erd-oberfläche, für welche die Inclination der Magnetnadel im Jahr 1835 = owar. Sie ist entlehnt aus der Charte für die Inclinationen in dem Atlasdes Erdmagnetismus von Gauss. Eine Curve durch diese' Punkte gelegtgiebt den magnetischen Aequator oder die Grenzlinie zwischen nördlicherund südlicher Inclination. Der magnetische Aequator kommt nach diesenAngaben einem grössten Kreise darin sehr nahe, dass er den Aequatorder Erde in zwei fast diametral gegenüberliegenden Punkten, und zwarnahe in 8° Ostlänge und 171 0 Westlänge von Greenwich’, schneidet; erweicht aber von einem grössten Kreise darin sehr ab, dass die beidenPunkte, wo er sich am weitesten vom Erdäquator entfernt, einander nichtdiametral gegenüber liegen, sondern der eine ungefähr in i4°-7 NordbreiteUnd 53 0 Ostlänge, der andere in 15°.! Südbreite und 39 0 Westlänge vonGreenwich.
Nennt man die Punkte der Erdoberfläche, wo die horizontale magne-tische Kraft verschwindet und also die ganze magnetische Kraft verticalwirkt, die magnetischen Pole, so giebt es zwei solcher Pole, nämlich einennördlichen und einen südlichen. Nach Gauss’s Berechnungen lag im Jahr1835 der nördliche magnetische Pol in Nord-Amerika auf 73 0 35' Nord-breite und 95 0 39' Westlänge, der südliche in Van Diemens Land auf72 0 35' Südbreite und 152 0 30' Ostlänge von Greenwich. Nach CapitainRoss’s Beobachtungen lag im Jahr 1831 der magnetische Nordpol auf70° 5' Nordbreite und 96° 46’ Westlänge von Greenwich.
Tafel LI.
Correction zur Berechnung der Zeit des hohen Wassers.
Diese Tafel giebt mit den Argumenten wahre Culminationszeit undHalbmesser des Mondes die Correction, welche bei Berechnung der Zeitdes hohen Wassers auf die Culminationszeit des Mondes anzuwenden ist.