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Elektr icitat.
an der möglichst geringen Masse nicht die mindeste Tempera-turerhöhung erzeugen, dafs dagegen die Wärme im Conflicteder beiden Elektricitäten oder im Processe ihrer Ausgleichungzum Vorschein kommt. Dais zu dieser Wärmeerzeugung dieLuft nicht wesentlich nothwendig sey, ja dafs sie vielmehr dieWärmeerzeugung Vermindert, indem sie vermöge ihrer Capa-cität einen Theil der thätig gewordenen Wärme latent macht,drgab sich gleichfalls aus diesen Versuchen, indem derselbe ei.Strom, über die Kugel eines Thermometers-geleitet, in demje-nigen Verhältnisse mehr Wärme erzeugte, in welchem die Luftmehr verdünnt war. Die Wärme hat also ihren Ursprung we-der einer mechanischen Compression der Luft, noch einem che-mischen von der Luft abhängigen Processe (entweder einer Ver-bindung des Sauerstoffs mit dem Stickstoffe, oder einer Oxyda-tion der Körper, über welche der el. Strom hingeht) zu ver-danken. Würde die Ausgleichung der beiden Elektricitäten,ohne durch die Natur des Körpers, an welchem oder um wel-chen herum sie sich befindet, modificirt zu werden, lediglichim Verhältnisse der sich ausgleichenden Quantitäten eine Tem-peraturerhöhung geben, so könnte man unbedingt den Satz auf-stellen , dafs die Elektricitäten selbst gebundenen TVarmestoßenthalten , der frei werde , sobald das + E seinem starkem Zugezum + E folge, um sich zu 0 zu vereinigen. Aber diesem wi-derspricht die Erfahrung. Wärme entsteht nur in dem Ver-hältnisse, in welchem die Elektricitäten , wenn gTsfe Quan-titäten mit einander in Conflict kommen, in ihrer AusgleichungWiderstand finden, oder in dem Verhältnisse, in welchem sienicht vollkommen geleitet werden. Gier bleibt also immer nochder mögliche Fall, dafs eine Reaction der Elektricitäten gegenden relativ unvollkommenen Leiter, auf eine ähnliche Weisewie sonst durch Druck oder Reiben die höchsten Grade vonHitze erregt werden können, die Quelle der Temperaturerhöhungwerde. Indefs stimmen hinwiederum manche Versuche , dochnur unvollkommen mit einer solchen Erklärung überein na-mentlich der oben erwähnte van MARDM’sche; wo es nichtrecht zu begreifen ist, wie ein von dem Ende eines kleinenhölzernen Cylinders ausgehender und um die Kugel des Ther-mometers sich verbreitender el. Strom an dieser Kugel selbsteine Reibung hervorbringen soll. Auch müfste man annehmen,daf3 sehr dünne Platindräthe, die durch einen fortdauernden