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Elektricität, medicinische
Wendung zum Handgriffe dient, das vordere zugespitzte Endehingegen einige Linien tief in der Röhre zuriicksteht, um jedeVerletzung des Auges durch die Spitze zu vermeiden. Indemman die hölzerne Spitze mit angemessenen Flüssigkeiten z. B.mit Kamphergeist, Rosmarinöl, Kajaputöl u. s. w. befeuchtet,oder bei Anwendung eines Metallconus an ihrem zugespitztenEnde ein mit diesen Flüssigkeiten getränktes Schwammstiickchenbefestigt, so kann man sehr bequem jene in Dunst sich verwan-delnden Flüssigkeiten auf eine gelinde Art auf das Auge ein-wirken lassen.
Um den el. Strom tief in das Innere des Gehörganges zubringen, bedient man sich einer Glasröhre von der Dickeeines Pfeifenstiels, welche hinlänglich stark in ihren 'Wan-dungen ist, damit ;ie nicht leicht zerbrochen ‘werden könne,3 bis 4” lang, in ihrem Innern einen dünnen Messing-draht enthaltend, welcher von dem einen Ende kaumaus der Oeffnung der Glasröhre hervorragt. Um ihn in dieserLage zu erhalten, schmelzt man die Glasröhre an diesem Endeum ihn her zu. Dadurch wird dieser Theil, welcher bestimmtist, in den Gehörgang gebracht zu werden, kuglich und abge-rundet, das entgegengesetzte Ende des Messingdrahtes stehtaus der Glasröhre hervor und ist hakenförmig umgebogen, umden Zuleiter einhängen zu können.
‘i. Einfache Funhen. Man kann sie entwederaus dem Theile des auf dem Isolatorium befindlichen, und mitdem Conductor leitend verbundenen Kranken aueziehen, oderdem nicht isolirten Kranken vermittelst des am isolirten Hand-griffe gehaltenen, und durch den Zuleiter mit dem Conductorder Maschine verbundenen, Directors Zufuhren , an dessenMessingdraht vorn statt des zugespitzten Conus eine Kugel auf-geschraubt ist. Kleine, aber sehr stechende, empfindliche Fun-ken giebt eine auf den Director aufgeschraubte Kugel von har-tem Holze. F’ührt man über den mit Flanell oder Baumwollebedeckten, zu elektrisirenden Theil den Funkenzieher mit sei-ner Kugel unmittelbar hin und her, so bekommt dieser Theileine Menge kleiner Funken, welche sehr bald Röthe der Hautund vermehrte Wärme hervorbringen. Um die Funken zu ver-stärken, kann man die Haut mit Oel einreiben; sie werdendann viel lebhafter empfunden und eine viel stärkere Röthehervorbringen, als dieselben Funken an andern Stellen. Der