Band 
Erster Band.
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Geschichte der alten Welt.

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Behufe Bündnisse mit verschiedenen griechischen Staaten, und be-förderte den Verkehr mit den Griechen mehr, als irgend einerder früheren Könige Egpptens; den» er gestattete ihnssn nichtnur bleibende Niederlassungen im Lande zum Zwecke des Handels,sondern erlaubte ihnen auch, sich eigene Tempel in Egppten zu er-bauen und daselbst öffentlich ihren Gottesdienst zu halten. Ja, ermachte sogar einigen Tempeln in Griechenland kostbare Geschenke,und gab namentlich zur Wiederherstellung des berühmteil Tempelszu Delphi eine sehr bedeutende Unterstützung. Unter seinen griechi-schen Verbündeten ist keiner berühmter geworden, als Polpkrates,der Beherrscher der Insel Samos. Dieser war in allen seinenUnternehmungen so unausgesetzt vom Glücke begünstigt, daß seinFreund Amasis darüber in Sorgen gerieth. Im Gedanken an dieUnsicherheit aller menschlichen Dinge und in der Überzeugung, daßkein Mensch beständig glücklich sein könne, und daß, je größer seinGlück wäre, um so härter nachher das unausbleibliche Unglück ihntreffe, bat Amasis den Polpkrates, sich selbst einen Schmerz zuzufügen,um so gleichsam vas neidische Schicksal zufrieden zu stellen und sichden Wechsel von Leid und Freud zu schaffen, aus welchem dasLeben nothwendiger Weise bestehen müsse. Polpkrates befolgte dengegebenen Rath, und warf den größten seiner Schätze, einen kost-baren Ring, in das Meer. Wenige Tage nachher machte einFischer dem Polpkrates einen besonders schönen Fisch, den er ge-fangen hatte, zum Geschenk, und als dieser für die fürstliche Tafelzubereitet wurde, fand sich in ihm jener Ring. Polpkrates glaubtehierin eine besondere Gunst der Götter, deren er sich zu erfreuenhabe, erkennen zu müssen, und schrieb in diesem Sinne einen Briefan Amasis, in welchem er ihm das Ereigniß erzählte. Amasis abererschrack hierüber noch mehr, und hielt sich gerade wegen diesesÜbermaßes von Glück überzeugt, daß Polpkrates später ein um sogrößeres Unglück erleiden müsse. Er kündigte dem Polpkrates so-gleich die Freundschaft auf, um, wie der diese Geschichte erzählendegriechische Schriftsteller Herodot sagt, sich selbst vor dem Schmerzezu bewahren, den er würde empfinden müssen, wenn Polpkratesbei dem einst über ihn einbrechenden Unglücke noch sein Freundwäre. Auch blieb der Tag des Unglücks für den Beherrscher vonSamos nicht aus: ein Perser beraubte ihn bald nachher durch List