Band 
Erster Band.
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Geschichte der alten Welt.

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Erwähnung gethan. Ebenso standen Fremde an der Spitze desSeewesens; und im Kriege gebrauchte man fast stets Fremde zualten Dingen, zu welchen wissenschaftliche Kenntnisse erfordert wur-den, wie z. B. zu der Erbauung der Brücken über die Straße vonKonstantinopel und über die Donau, welche Darms I. schlagenließ. Selbst in der bei den Persern gebräuchlichen Art der Ein-theilung des Tages und des Jahres zeigt sich eine große Unvvll-kommenheit: man benutzte dazu nicht einmal die früher von denChaldäern in Babylonien gemachten Erfindungen, obgleich diesesLand doch zum persischen Reiche gehörte; und als Darms I. inseinem scythischen Kriege den an der Donau zurückgelassenen Ge-neralen befahl, daselbst zwei Monate auf ihn zu warten, wußte ersich keines andern Kalenders zu bedienen, als des bei Samojede.nund andern Wilden gebräuchlichen: er gab nämlich den Generaleneinen Riemen mit sechszig Knoten, von welchen sie jeden Tag einenlosen sollten.

Von der Kunst der Perser finden sich in den Ruinen ihrerResidenzen die einzigen erhaltenen Überreste, welche ebenso, wie alleBauwerke des Orients, den vorherrschenden Charakterzug des Kolossalenan sich tragen. Doch ist es höchst ungewiß, ob irgend eines von den inPersien einst vorhandenen Gebäuden seiner Entstehung nach über dieZeitdes Kambyses hinaufreichte. Dagegen ist es aber gewiß, daß die ersteinige Jahrhunderte nach Christi Geburt beginnende persische Dy-nastie der Sassaniden zu den alten Bauwerken und Skulpturenneue hat hinzufügen lassen: so daß gar Manches in den RuinenPersienS dieser späteren Zeit angehört.

Die persischen Residenzen waren fünf an der Zahl, nämlichaußer dem alten Babylon, in welchem die Könige häufig denWinter zubrachten, die Stadt Susa, die sie gern im Frühling be-wohnten, die medische Hauptstadt Ekb atana, welche sie ihrer kühlerenLuft wegen im Sommer den übrigen Residenzen vorzogen, und endlichdie alt-persischcn Städte Persepolis und Pasargadä. Diebeiden zuletzt genannten Orte lagen im südöstlichen Theile deseigentlichen Pcrsiens nicht weit von einander entfernt, und warendie ältesten Städte desselben. Man hält neuerdings Persepolisund Pasargadä für einen und denselben Ort, und meint, daß dererstere Namen nur von den Griechen zur Bezeichnung für die