Band 
Erster Band.
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Geschichte der Griechen.

I. Einleitung.

1. Das griechische Land.

-9m Süden der unteren Donau breitet sich eine große Halb-insel aus, die das südöstliche Ende Europa'? bildet, und von allenLändern dieses Weltcheils am frühesten eine historische Bedeutungerhielt. Sie besteht setzt aus der europäischen Türkei und demKönigreich Griechenland, und wird deshalb häufig die türkisch-griechische Halbinsel genannt. Ihrer Gestalt nach zerfällt sie inzwei Haupttheile, einen sehr großen nördlichen und einen kleinensüdlichen Theil, von welchen der erstere zwischen dem adriatischenund dem schwarzen Meer liegt, und südlich bis zum Archipelagusreicht, der letztere aber zwischen dem Archipelagus und dem ion-ischen Meer sich ausbreitet. Der nördliche Theil ist ein großer,ununterbrochener Strich Lands mit einer verhältnißmäßig kleinenKüstenlinie, und gleicht deshalb mehr einem Festlande als einerHalbinsel; der südliche Theil dagegen, welcher mit Ausnahme sei-nes nördlichen Drittheils aus dem heutigen Königreich Griechen-land besteht, ist eine der vollkommensten Halbinseln der Erde, undenthält fast mehr Küsten- als Binnen-Land. Beide Theile habendie Haupt-Eigenthümlichkeit mit einander gemein, daß sie viele undmannichfaltige Gebirge enthalten, und daß, wegen der Zertheilungihres Bodens in zahlreiche Gebirgs-Districte, keine größeren Flüssein ihnen vorkommen. Diese Eigenthümlichkeiten zeichnen aber ammeisten den südlichen Theil aus, welcher aus der größten Mengeund Mannichfaltigkeit von Gebirgen, Thälern und kleinen Ebenenbesteht. Außerdem hat dieser Theil an seiner Ostseite eine so große