Band 
Erster Band.
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II. Älteste Ieit der Vriechen.

1. Allgemeines.

9)?it dem Auftreten des griechischen Volks beginnt ein neuerZeitabschnitt in der Geschichte der Menschheit. Durch die Griechenward nämlich der Mittelpunkt der Weltbegebenheiten von Asiennach Europa verlegt. Durch sie wurden außerdem aber auch neueFormen des Daseins und eine neue Art von Entwickelung in derMenschheit hervorgerufen, und diese veränderte Richtung unseresGeschlechts und seiner Geschichte blieb für alle folgenden Zeiten dievorherrschende. Für das orientalische Wesen war mit der Erhebungder griechischen Nation die Zeit abgelaufen: der orientalische Theil derMenschheit blieb stehen, während der abendländische voranschritt;er fiel gleichsam in den Zustand der Erstarrung, und verlor da-durch, fast für alle späteren Zeiten, jeden bedeutenderen, über seinennächsten Kreis hinausgehenden Einfluß. Nur zwei Völker desOrients, die Juden und die Araber, erhielten in den späteren Zeit-altern der Welt eine bleibende Wichtigkeit für das gestimmteMenschengeschlecht: jene, weil sie in ihrem Wesen das rein Mensch-liche gegen den zerstörenden Einfluß des Orientalischen zu schützen" gewußt, und so dem später entstehenden Christenthum eine Stättebereitet hatten; diese, weil sie der Geistesrichtung des Abendlandsund den Grundsätzen jener Weltreligion theilweise einen Zutritt zusich gewährten, und so das Alt-Orientalische von neuem zu belebenverstanden.

Die Griechen stehen an der Spitze der neuen Zeit, und sinddie eigentlichen Schöpfer derselben. Als sie sich erhoben, da walteteunter den schwärzen Stämmen des Südens die denselben stets eigengebliebene Sklaverei und rohe Sinnlichkeit; unter den Völkern desNordens und Westens dagegen herrschten zwar Freiheitsliebe und