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Erster Band.
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Griechen. Urzeit. 165

schon früh der dem Zeus geweihte Tempel von Dodona alseine besonders heilige Stätte galt, das Land Thessalien, in dessenfruchtbaren Ebenen schon in der ältesten Zeit Ackerbau getriebenwurde, die ebenfalls fruchtbaren Gegenden am Kopais-<see inBöotien, wo die uralte Stadt Orchomenos schon sehr früh durchihren Reichthum sich auszeichnete, sowie endlich das im Südostendieses Landes liegende Attika und die peloponnesischen Länder Argoliöund Sikpon. In wie fern die in diesen verschiedenen Gegendenangesiedelten Völkerschaften unter einander näher oder ferner ver-wandt waren, ist nicht mehr zu bestimmen. Von einigen derselbenwerden die Namen einzelner Herrscher angeführt, und unter diesensind zwei vorzugsweise berühmt geworden: Ogyges, ein der Sagenach schon zwei und zwanzig Jahrhunderte vor Christo in Attikaund Böotien herrschender König, zu dessen Zeit eine große Fluthalle niederen Gegenden beider Länder verwüstete und ihre Bewohnervernichtete, und Jnachus, ein König von Argos, welcher im neun-zehnten Jahrhundert vor Christo gelebt haben soll, und dessen Namenbei den Griechen und Römern sprichwörtlich gebraucht ward, umeine uralte Zeit zu bezeichnen. Das merkwürdigste Reich der älte-sten griechischen Zeit war das von Orchomenos, dessen Bewoh-ner, wahrscheinlich nach einem der verschiedenen Völkerschaften, ausdenen dasselbe zusammengesetzt war, Minyer hießen. Es erstrecktesich über das nördliche Böotien hin, und war durch seinen Wohl-stand so berühmt, daß die Hauptstadt Orchomenos für eine derreichsten Städte der Urzeit galt. Um die Ufer des Kopais-SecSund auf den angrenzenden Bergseiten war der Boden mit Sorgfaltangebaut; Abzugskanäle, die man in die Berge gegraben hatte,setzten den See mit dem euböischen Meere in Verbindung, undschützten das Land gegen die Überschwemmungen desselben; undgroße Bauwerke, welche zu der sogleich näher zu beschreibendenBauart gehörten, wurden in sehr früher Zeit zu Orchomenoserrichtet.

Aus den dunkeln Zeiten der-ältesten griechischen Geschichte er-hielten sich hier und da Bauwerke von eigenthümlicher Art, welcheder Volksglauben der späteren Zeit den Cyklopen, einer Art vonhalbgöttlichen Wesen, zuschrieb, und die man deshalb cyklopischeMauern nannte. Die Trümmer von einigen dieser Bauten sind