Band 
Erster Band.
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169
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Griechen. Früheres heroisches Zeitalter. jgg

diese Erzählung von einer egyptischen Ansiedelung in Attika, so be-ruht auch gar vieles Andere in den älteren Sagen der Griechenauf keiner Überlieferung aus der Vorzeit, sondern ward erst langenachher erdichtet. In den späteren Zeiten kamen nämlich dieGriechen, durch ihren Handel und die von ihnen an den Küstenvon Asien und Afrika gegründeten Colonieen, mit den dort wohnen-den Völkern in regen Verkehr; sie nahmen damals manche religiöseVorstellung von diesen an, und es entstand damit unter ihnenzugleich das Streben, griechische Mythen und Einrichtungen ausden bei den Orientalen herrschenden Ansichten und Gebräuchen zuerklären. Es geschah daher leicht, daß manche griechische Sagemit der Geschichte jener Völker verknüpft, und manches, was manvon ihnen erst vor kurzem angenommen hatte, als uralt darge-stellt wurde.

3. Heroisches Zeitalter der Griechen bis auf denArg onauten-Zug.

Auf die pelasgische Zeit Griechenlands folgt eine andere,Welche man die heroische zu nennen pflegt, weil Heldcnsinn undHeldenthaten der Mittelpunkt sind, um den sich das Leben der da-maligen Griechen drehte. Man hat diesem neuen Zeitraum auchden Namen des achüischen gegeben, weil derjenige Theil dergriechischen Völkerschaften, welcher den Stamm der Achäer bildet,damals die Hauptrolle spielte. Diese Zeit beginnt kurz vor demJahre 1400 vor Christo und dauert bis etwa zum Jahre 900.Die eigentliche Blüthe des heroischen Zeitalters aber fällt in dasJahrhundert des Argonauten-Zugs und des trojanischen Kriegsoder in die Jahre 1280 bis 1180. Die Heroenzeit des griech-ischen Volks steht mit der vorhergehenden fast in gar keiner Ver-bindung: der Namen der Pelasger verschwindet, und eine kleineZahl von einander ähnlichen Völkerschaften, welche andere Namenführten, erscheint an der Stelle jenes Volks in den verschiedenenGegenden Griechenlands angesiedelt. Diese Völkerschaften hattenvon Thessalien her sich über den größten Theil des festen Landesund der Inseln Griechenlands verbreitet, und die Pelasger theilssich unterworfen, theils ihre Macht gebrochen. In wie fern sie