Geschichte der alten Welt.
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lich aufgenommen wurde. Er vermählte sich mit dessen Tochter,und folgte ihm in der Herrschaft des Landes nach. Die StadtAthen stand damals noch nicht; Cekrops aber legte durch dieErbauung einer Burg, die er Cekropia nannte, den Grund zuderselben. Dieser Egypter soll zuerst den damals noch rohen Be-wohnern des Landes eine Civilisation gebracht, und sie in einenStaat vereinigt haben. Um das Jahr 1519 v. Chr. kam derPhönicier Kadmus nach Böotien, und erbaute dort die BurgKadmea, an deren Fuß später die Stadt Theben entstand. Aucher ward Herrscher im Lande, und soll den Bewohnern desselbendie Elemente einer höheren Cultur gegeben haben; namentlichschreibt ihm die Sage die Einführung der Buchstabenschrift inGriechenland zu. Acht Jahre nach KadmuS landete der EgypterDanaus mit seinen fünfzig Töchtern und einer Schaar Männerin der Nähe der Stadt Argvs, bemächtigte sich der Regierung desLandes, und brachte den Einwohnern desselben ebenfalls eine Cul-tur. Mehr als anderthalb hundert Jahre nach Danaus, nämlichin der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts vor Christo, erschiennach griechischen Sagen der Phrygier Pelops an der Küste desLandes Elis im Peloponneö. Er war der Sohn des Beherrscherseines kleinasiatischen Reichs, wurde aber von dem König der be-nachbarten Stadt Troja vertrieben, und segelte mit einer kleinenSchaar von Getreuen nach Griechenland. In Elis vermählte ersich mit der Tochter des Königs von Pisa, und folgte demselben inder Regierung nach. Die Sage leitet sogar den Namen Pelo-ponneö, welcher soviel als Insel des Pelvps bedeuten soll, vonihm her.
Die Geschichte dieser vier Einwanderer wird durch die Sagesehr fabelhaft dargestellt, und mit den Neligionö-Mythen desgriechischen Volks in Verbindung gebracht. Selbst die bloße That-sache der Gründung von egyptischen, phönicischen und phrygischenColonien in Griechenland steht deshalb nicht ganz über jedemZweifel, obgleich es gewiß ist, daß die Phönicier in alter Zeit diegriechischen Küsten öfters besuchten, und obgleich auch Egypter undPhrygier wahrscheinlich zuweilen an denselben landeten. Voneiner der vier angeführten Einwanderungen, nämlich der des Cekrops,ist es sogar fast ganz gewiß, daß sie eine bloße Dichtung ist. Wie