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Erster Band.
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Geschichte der alten Welt.

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Osten von Euböa, und wurde von diesem, auS unbekannten Grün-den, ums Leben gebracht. Im fünften Jahrhundert vor Christoholten die Athener seine Asche von jener Insel, setzten sie in Athenfeierlich bei, und errichteten ihm selbst als einem Halbgott Tempelund Altäre.

Die griechische Heldensage erzählt noch eine Menge abenteuer- f

licher Unternehmungen, welche Theseus als König von Attika ge- !

macht haben soll. Diese würden sich der Hauptsache nach voneinem Manne mit unruhigem, wildem Sinne oder auch wohl vonder Jugendzeit des Theseus selbst glauben lassen, stehen aber imWiderspruch mit dem Geiste, den dieselbe Sage dem Theseus alsHerrscher zuschreibt. Sie gehören offenbar zu jenen Ausschmück-ungen, durch welche die Dichtkunst der folgenden Jahrhunderte sichbemühte, die griechische Heldenzeit und die in ihr lebenden großenMänner glänzender darzustellen. Theseus begleitete, nach diesenErzählungen, unter Andern den Herkules auf seinem Zuge in dasLand der Amazonen, und vermählte sich sogar mit der gefangenenKönigin dieser kriegerischen Weiber, Hippolpte. Er schloß fernereine wegen ihrer Innigkeit und Treue sprichwörtlich gewordeneFreundschaft mit einem andern berühmten Helden, dem König derLapithen Pirithous, nahm Theil an dessen blutigem Kriege mitden Centauren, und stieg sogar einmal mit ihm in die Unterwelthinab, um Proserpina, die Königin derselben, zu rauben. MitHülfe des Pirithous entführte Theseus außerdem auch die berühmteHelena, er ward aber durch deren Brüder genöthigt, sie wiederzurückzugeben. Nach dem Tode der Hippolpte vermählte er sichmit Phädra, der Schwester der Ariadne, welche seinen SohnHippolptus bei ihm so sehr verleumdete, daß Theseus ihn ver-fluchte und den Gott Neptun zur Tödtung desselben bewog. —

Das Land Böotien, das während der Zeit der sicheren Ge-schichte der Griechen nur ein Mal eine größere Bedeutung erhielt,spielt dagegen in den Sagen dieses Volkes eine Hauptrolle, undvon den Überlieferungen aus der dem trojanischen Kriege voran-gehenden Zeit ist, neben der Geschichte der Pelopidcn, keine so häufigvon den späteren griechischen Dichtern bearbeitet worden, als dieebenfalls sehr tragische Sage von dem thebanischen Königshause.Böotien, dessen Einwohner zu dem äolischen Stamme gehörten,