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Griechen. Früheres heroisches Zeitalter.
kaufte damals ein sonderbares Ungeheuer, welches Sphinx genanntwurde. Dieses gab, anf einem Felsen an der Landstraße sitzend,jedem Vorübergehenden ein Räthsel auf, und wer dasselbe nichtlösen konnte, wurde von ihm in den Abgrund hinabgestürzt. Daniemand die Lösung des Räthsels zu finden vermochte, so mußtentäglich einige Thebaner sterben. Um das verderbliche Ungeheuerloö zu werden, setzte Krcon, der Bruder der Jokaste, welchernach seines Schwagers Tode die Regierung führte, das Königreichund die Hand der Jokaste als Preis für denjenigen aus, der dieBedeutung des Räthsels zu ergründen vermochte. Da kam Oedipuöauf seiner Reise nach Theben, und löste das Räthsel, worauf dieSphinr sogleich sich selbst in den Abgrund stürzte. Ocdipus wurde nunKönig von Theben, vermählte sich mit seiner Mutter, und erhielt vierKinder, nämlich die Zwillingssöhne Eteokles und Polynikesund die Töchter Jsmcne und Autigone. Als später durch zu-fällige Umstände seine Herkunft an den Tag kain, tvdtcte Jokastein der Verzweiflung sich selbst, Oedipus aber, von seinen Unter-thanen der Herrschaft beraubt, stach sich die Augen aus, verfluchteseine eigenen Söhne, die sich an seine Feinde angeschlossen hatten,und verließ dann die Stadt Theben für immer. Von seiner TochterAntigone geführt, irrte er lange umher, bis er endlich in der Nähevon Athen starb.
' Eteokles und Polynikes entzweiten sich über die Herrschaft vonTheben. Der Letztere mußte flüchtig werden, fand bei Adrastus inArgos Aufnahme, und erhielt eine Tochter desselben zur Gemahlin.Adrastus rüstete einen Kriegszug, um seinen Schwiegersohn in dieHerrschaft von Theben wieder einzusetzen. Fünf Männer ausAdrast's Verwandtschaft schlössen sich als Führer an ihn undPoly-nikcs an, und der von ihnen unternommene Krieg wird deswegender Zug der Sieben gegen Theben genannt. Man verlegtihn in das Jahr 1230 v. Chr. Polynikes war im Besitz desVerderben bringenden Hochzeitgeschenks, welches einst sein AhneKadmus erhalten hatte, und deshalb nahm der Kriegszug einentraurigen Ansgang für ihn und seine Verbündeten. Alle Führer,mit Ausnahme Adrast's, verloren bei der Belagerung von Thebendas Leben, Polynikes selbst und sein Bruder Eteokles aber tödteteneinander im Zweikampfe.