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Erster Band.
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187
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Griechen. Früheres heroisches Zeitalter. 187

entstand über die Ehre dasselbe getödtet zu haben und über denBesitz seiner Haut ein blutiger Krieg zwischen den Aetolern undeinem rohen Nachbarvolk«?, der durch die Dichter späterer Zeitenmannichfaltig ausgeschmückt worden ist, und in welchem Meleagersein Leben verlor. Oeneus wurde später von den Söhnen eines seinerBrüder auf dem Throne beunruhigt; sein Sohn Tydeus brachtedieselben um, ward aber deshalb von seinen übrigen Verwandtenverfolgt, und mußte die Flucht ergreifen. Da stießen die Söhneeines zweiten Bruders den König Oeneus vom Throne; er wurdevon ihnen in das Gefängniß geworfen und grausam mishandelt,und hatte so in seinen alten Tagen ein Loos zu dulden, wegendessen sein Namen im Munde der alten Griechen sprichwörtlich ward.Nach langer Zeit trat endlich sein Enkel, des Tpdeus Sohn Dio-medes, als Retter und Rächer für ihn auf. Die grausamen Neffenbüßten ihr Vergehen mit dem Leben, und Oeneus bestieg von neuem denThron, den er bis aus Ende seines durch das höchste Alter aus-gezeichneten Lebens behauptete. Tydeus hatte bei dem KönigAdrastus von Argos eine freundliche Aufnahme gefunden, und sichmit einer Tochter desselben vermählt. Er nahm an dem erstenZuge gegen Theben Antheil, unv verlor dabei sein Leben. SeinSohn Diomedes ward nach Adrast's Tode König von Argos.—Eine der ältesten Sagen des Landes Thessalien ist die vondem Kampfe der Lapithen und Centauren. Die Letzterenwerden als sehr rohe, halb aus Menschen, halb aus Pferden be-stehende Männer geschildert, obgleich die Sage einen von ihnen, Chiron,unter den größten Weisen der Urzeit anführt. Auch die Lapithenstellt die Sage als ein ganz rohes Volk dar. Übrigens versetztsie die Ersteren mitunter auch nach Arkadien statt nach Thessalien.Die Hochzeit des Lapithen-Königö Pirithous gab die Veranlaß,sung zu dem blutigen Kampfe der beiden Völkerschaften. VomWeine berauscht, beleidigten die Centauren, deren vornehmste Män-ner zu derselben eingeladen waren, den Pirithous und sein Volk;und es entstand ein Gefecht, in welchem besonders der Lapithen-König und sein Freund Theseus sich auszeichneten. Die Centaurenunterlagen, und mußten init Zurücklassung vieler Gctödteten dieFlucht ergreifen. Daran knüpfte sich ein längerer Krieg, in wel-chem die Centauren anfangs die Oberhand behielten. Sie sollen