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Erster Band.
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Griechen. Zeit des trojanischen Kriegs.

Erzählung sie aber einander wieder sehr widersprechen. Nach demgrößten Theil der Sagen scheint er die Herrschaft seines Reichesentweder nicht erlangt oder bald wieder verloren zu haben; denner soll den Nest seiner Tage in Korinth verlebt haben. Hier ver-stieß er, wie es heißt, seine Gemahlin Medea, von welcher ermehrere Kinder hatte, und verlobte sich mit der Tochter des ko-rinthischen Königs Kreon; Medea aber tödtete seine Braut undseine Kinder, und eilte durch die Lüfte davon. Jason soll in derVerzweiflung sich selbst den Tod gegeben haben.

5. Die Zeit des trojanischen Kriegs.

Der trojanische Krieg, welchen man in die Jahre 1193 bis1183 vor Christo verlegt, ist in zwiefacher Hinsicht das wichtigsteEreigniß der ältesten griechischen Zeit. Die Heldensagen desgriechischen Volks stellen diesen Kampf als die Blüthe des heroi-schen Zeitalters dar, und von Allem, was aus Griechenlandsfrüheren Tagen der Nachwelt überliefert ward, hat nichts sich sosehr in dem Gedächtniß der nachfolgenden Geschlechter erhalten,und ist nichts so häufig und so vielfach Gegenstand der Poesieund Kunst geworden, als die Sagen von den Helden, die zumersten Male von Europa aus ein asiatisches Volk siegreich be-kämpften. Nicht also das Ereigniß selbst, sondern die Erzählungvoil ihm und die Art, wie man es angesehen und dargestellt hat,ist dasjenige, wodurch dasselbe auf alle folgenden Zeiten der griech-ischen Geschichte mächtig eingewirkt hat. Jener Krieg selbst hatauf die Gestaltung der Dinge im eigentlichen Griechenland keinenbleibenden Einfluß gehabt, und viel folgenreicher war ein anderesEreigniß, das etwa achtzig Jahre nach dem trojanischen Kriegeintrat, und die Rückkehr der Herakliden genannt wird. Es istdeswegen auch weniger wichtig, das Geschichtliche in den Erzähl-ungen vom trojanischen Krieg zu erforschen, als die Sage selbst inihren Einzelnheiten kennen zu lernen, und den Geist der Zeit, derin ihr sich abspiegelt, klar und richtig aufzufassen.

Der trojanische Krieg selbst ist eine geschichtliche Thatsache,welche nicht bezweifelt werden kann; aber die Ursache und derVerlauf desselben sind durch die Sage so sehr in ein fabelhaftes

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