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Geschichte der alten Welt.
handelt worden wäre und Rache an ihnen nehmen wolle. Diesererzählte ihnen, das Pferd sei auf Befehl der Götter als ein Ersatzfür das Palladium erbaut worden, man habe es aber absichtlichviel grösser gemacht, als die Thore Troja's seien, damit es nichtin die Stadt gebracht werde, um als ein neues Palladium die-selbe gegen ihre Feinde zu schützen. Die Trojaner lassen sich von demverschmitzten Griechen berücken, und reißen an einer Stelle dieMauer nieder, um das Pferd in die Stadt zu bringen. In derdarauf folgenden Nacht steigen die Krieger aus dem Pferd heraus,zu gleicher Zeit landen die griechischen Schiffe, und ihre Bemann-ung dringt durch die offene Stelle der Mauer in die Stadt ein.Troja ist in der Gewalt seiner Feinde; diese morden, sengen undplündern. Nur einen kleinen Theil der Einwohner rettet Aeneas,die übrigen kommen entweder bei der Zerstörung der Stadt umsLeben, oder werden Gefangene der Griechen. Unter den Gctödtetenbefand sich auch der König Priamus mit seinen Söhnen: Pyrrhushatte den greisen König bei den Haaren aus seinem Palaste ge-schleppt, und vor einem Altare des Zeus durchbohrt. Die Stadtwurde dem Erdboden gleich gemacht. Später ward ein neuesTroja oder Ilium an der Stelle des alten erbaut, und dieses istes, dessen Trümmer man unter dem Namen der Ruinen von Trojanoch heut' zu Tage zu erkennen glaubt.
Die Gefangenen wurden unter die Führer der Griechen ver-theilt. Tragisch war das Geschick, welches der Sage nach dieFrauen des königlichen Hauses zu erdulden hatten. Hekuba, dieGemahlin des Priamus, wurde die Sklavin des Odysseus. Alsdieser auf der Rückkehr nach Griechenland an der thracischen Küstelandete, traf sie mit einem dortigen Herrscher zusammeu, dem sienicht lange zuvor ihren noch unmündigen jüngsten Sohn mit vielenSchätzen zugesandt hatte, damit derselbe von ihm erzogen werde,und, im Fall des Untergangs von Troja, vor Sklaverei bewahrtbleibe. Der treulose König hatte aber aus Habgier das Kind um-gebracht. Hekuba nahm jetzt Rache an ihm. Unter dein Vorwand,ihm einen versteckten Schatz zu zeigen, lockte sie ihn an einen ab-gelegenen Ort, und hier ward er von ihr und den andern gefange-nen Trojanerinnen getödtet. Hekuba selbst wollte sich hierauf insMeer stürzen, um ihr jammervolles Geschick zu enden, wurde aber,