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Erster Band.
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Griechen. Zeit des trojanischen Kriegs. Ztzl

wie die Sage unerklärlicher Weise hinzusetzt, in einen Hund ver-wandelt. Von den Töchtern der Hekuba kam eine, Kreusa, dieGemahlin des AeneaS, auf unbekannte Weise umö Leben: sie ver-schwand bei der Zerstörung der Stadt. Eine andere, Kassandra,hatte stets ein trauriges Loos zu erdulden, sowohl in den Tagendes Glücks als in denen des Unglücks. Ihr war in früher Jugendvon Apollo die Gabe des Wahrsagens verliehen worden; als spä-ter dieser Gott ihr abgeneigt geworden war, hatte er ihr dieselbezwar nicht wieder nehmen können, aber er hatte sein Geschenk da-durch in ein Unglück verwandelt, daß er einen Fluch über KassandraauSsprach, in Folge dessen ihren Weissagungen niemals geglaubtwurde. Sie hatte den Ihrigen oft den schrecklichen Ausgang desKrieges vorausgesagt, aber man hatte ihr nie Glauben geschenkt,sondern sie stets für eine Wahnsinnige gehalten. Bei der Erober-ung Trosa'ö wurde sie von dem wilden Ajar, des O'i'leus Sohn,im Tempel der Minerva gefangen genommen und bei den Haarenfortgeschleppt. Sie fiel als Sklavin dem Agamemnon zu; auchihm weissagte sie auf dem Heimweg nach Griechenland vergebensdas seiner dort wartende Geschick. Sie wurde endlich in Mpcenäzugleich mit ihm umgebracht. Ihre Schwester Polyrena wareine der schönsten Töchter des Priamus. Achilles hatte sie einstgesehen, und war von Liebe zu ihr erfüllt worden. Er warb da-her um ihre Hand, wurde aber bei den darüber gepflogenen Un-terhandlungen von Paris getödtet. Als nach der Zerstörung derStadt die Griechen die Beute vertheilten, rief eine Stimme ausseinem Grabe, man solle auch ihm seinen Antheil an der Beutegeben. Der deshalb befragte Seher des griechischen Heeres er-klärte, man müsse Polprena dem Helden opfern; und das unglück-liche Mädchen wurde wirklich auf Achilles Grabe erstochen. Hektor'sGemahlin, Andromache, welche wegen ihrer innigen Liebe zu Hektorin den Liedern der Griechen gepriesen wird, wurde dem Sohne desAchilles übergeben. Dieser nahm sie mit nach EpiruS, wo er einReich gründete. Sie hatte dort ein wechselvolleö Geschick, kehrtezuletzt nach Asien zurück, und starb in der klcinasiatischen StadtPergamum. —

Neben den Erzählungen und Heldenliedern von dem trojani-schen Kriege gibt es noch einen anderen Sagenkreis, welcher die