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Erster Band.
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Griechen. Zeit des trojanischen Kriegs. 20Z

um Rath zu fragen. Das nächste Abenteuer, welches Odysscus zubestehen hatte, war die Fahrt in der Nähe einiger süditaliänischerInseln, welche von den Sirenen bewohnt wurden. Diese warenUngeheuer mit Mädchengesichtern und langen, versteckten Krallen,und sangen so schön, daß sie unwiderstehlich waren, zerrissen aberalle Borüberfahrenden, die durch ihren Gesang sich aus Landlocken ließen. Nur mit Mühe entging Odysscus der von ihnendrohenden' Gefahr. Hierauf kam er durch die im Alterthum alssehr gefährlich verschrieene Stelle der Meerenge von Messina, welcheScylla und Charybdis hieß. Den ersteren Namen führte einsteiler Fels auf der italiänischen Seite, den letzteren eine Art vonStrudel jenem Felsen gegenüber. In der Odyssee werden Beideals furchtbare Ungeheuer dargestellt, welche alle Borüberfahrendenzu verschlingen suchten, und auch dem Odysscus sechs Gefährtenraubten. Auf der Insel Sicilicn, an deren Küste Odysscus nunlandete, versündigten seine Leute sich an dem Eigenthum des Son-nengottes, und eS erfolgte deshalb, als man wieder abfuhr, eiSturm, der das Schiff mit seiner Mannschaft in die Wellen be-grub. Nur Odysscus blieb am Leben. An einen Balken des zer-trümmerten Fahrzeugs angeklammert, trieb er neun Tage in derSee umher, und wurde zuletzt an die Küste einer Insel geworfen,welche Ogygia hieß, und nur von der Nymphe Kalypso be-wohnt war. Diese war in ihrer Einsamkeit sehr erfreut über seineAnkunft, behandelte ihn auf das freundlichste, und hielt ihn siebenJahre lang bei sich zurück; sie versprach ihm sogar, wenn er stetsbei ihr bleiben wolle, Unsterblichkeit und ewige Jugend, aber erkonnte die Sehnsucht nach seiner Heimath nicht überwinden. Ungernentließ ihn endlich die Nymphe. Odysscus fuhr auf einem gebrech-lichen Fahrzeuge von der Insel ab, und nahte sich nach einerFahrt von siebenzehn Tagen bereits der Insel Korcyra, welche vondem freundlichen Volk der Phäaken bewohnt wurde, als der er-zürnte Neptun ihn sah und sein Fahrzeug zertrümmerte. Nur mitNoth rettete Odysscus sich schwimmend ans Land. Er fand beiAlcinous, dem König der Phäaken, freundliche Aufnahme, undward auf einem Schiffe desselben endlich glücklich nach Jthaka ge-bracht. Hier herrschte in dem Hause der Semen schon seit einigenJahren große Noth und Verwirrung: acht und neunzig Fürsten