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Erster Band.
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Griechen. Charakter des heroischen Zeitalters. 2tz7

der während desselben bestandenen Verhältnisse. Innere Zwistig-keiten herrschten, wie die mitgetheilten Sagen von der Heimkehrder Helden zeigen, in den meisten Staaten, und in Folge davonfanden Umwälzungen im Inneren und Auswanderungen nach frem-den Ländern Statt. Das mächtige Herrscherhaus der Pelopiden,das an der Spitze Griechenlands gestanden hatte, sank von seinemGlänze herab; und obgleich Orestes ein neues Reich gründete,welches größer war als das seines Vaters, so erlangte dasselbedoch weder in seinem Inneren noch in seinen Verhältnissen zu denanderen Staaten Festigkeit und Bestand. Die Macht der Pelopidenwar für immer gebrochen; dasBand, welches im trojanischen Kriegedie übrigen Staaten an dieselben geknüpft hatte, war zerrissen; undachtzig Jahre nach dem Ende jenes Krieges erlagen alle Staaten,die am Zuge nach Troja Theil genommen hatten, dem Andrangder kräftigen Dorer und Aetoler, die aus ihren bergigen Län-dern im Norden hervorbrachen, und eine bleibende UmgestaltungGriechenlands bewirkten. Dieses wichtige Ereigniß fällt zwar nochin das heroische Zeitalter der Griechen, dessen Ende erst etwa hun-dert Jahre später zu setzen ist, hängt aber so enge mit den folgen-den Zeiten zusammen, daß es zweckmäßiger ist, seine Darstellungerst später im ununterbrochenen Zusammenhange mit diesen zugeben.

6. Charakter und Geist des heroischen Zeitaltersder Griechen.

Die Erzählungen der griechischen Sagengeschichte lassen einenHaupt-Unterschied zwischen den früheren und späteren Jahrhunder-ten der Heroen-Zeit erkennen: sie zeigen uns nämlich eine im Ver-lauf dieser Zeit fortschreitende Bildung. Der Inhalt der Sagenvon einem Perseus, einem Herkules und einem Theseus oder vondem Kampf der Lapithen und Centauren stellt die Griechen derfrüheren Zeit als ein halbwildes und von grimmigen Thieren,Räubern und Tyrannen geplagtes Volk dar. Riesen, furchtbareSchlangen und andere Ungeheuer, sowie abenteuerliche Reisen in dieUnterwelt kommen in jenen Sagen nicht selten vor, und das griechischeVolk erscheint in einem Kampfe mit der Wildheit der Natur und mit