Band 
Erster Band.
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Geschichte der alten Welt.

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andere Griechen nach Mein Lande aus, und vermischten sich da-selbst mit den Ioniern. Auch die ionischen Pflanzstädte warenzwölf an der Zahl. Unter diesen sind Milet, Kolophon,Ephesus, Teos, Phokäa, Samos nnd Chios besonders her-vorzuheben. Diese zwölf Städte bildeten einen Bund, und an be-stimmten Tagen wurden bei einem Tempel, welcher das Panioniumhieß und auf dem Vorgebirge Mpkalc lag, Versammlungen allerBürger der Bundesstädte gehalten, um gemeinschaftlich religiöseFeste zu feiern und über Krieg und Frieden und andere allgemeineAngelegenheiten Beschlüsse zu fassen. Auch die ionischeil Pflanz-städte gründeten viele neue Coloniccn, namentlich die Stadt Milet,von welcher allein nach und nach mehr als siebenzig Ansiedelungenausgingen.

Die Colonicen im Lande Doris waren jünger, als die äoli-schen und ionischen. Sie wurden von verschiedenen dorischen Staa-ten des Peloponnes gegründet, und bestanden aus sechs ebenfallsin einen Bund vereinigten Städten. Von diesen lagen drei, welchespäter unter dem Namen Nhodus in Eine vereinigt wurden, aufder Insel Rhodus; die anderen drei waren Halikarnassus,Knidus und die auf einer gleichnamigen Insel liegende StadtKos. Auch von ihnen gingen wieder neue Ansiedelungen aus.

Die äolischen, ionischen und dorischen Colonicen in Kleinasienwaren ohne große Schwierigkeit gegründet worden, weil die ur-sprünglichen Einwohner der gleichnamigen Länder aus vielen kleinenVölkerschaften bestanden, welche grvßtentheils mit einander in Feind-schaft lebten. Diese waren also leicht zu besiegen, zumal da manchederselben, wie z. V. die von Secraub lebenden Karier, aller Vor-theile eines civilisirten Volks ermangelten. Außerdem dachten aberauch die angesiedelten Griechen durchaus an keine Eroberung desvon der Küste nach dem inneren Kleinasien sich erstreckenden Landes,und als ein gewcrbthätiges und handeltreibendes Volk zeigten siesich alsbald jenen Völkerschaften dadurch nützlich, daß sie ihnen dienöthigen Waaren lieferten. Diese Verhältnisse gewährten denregen und bildsamen griechischen Ansiedlern den Vortheil, daß siesich schnell zu äußerem Wohlstand heben konnten, und daß ihrVerkehr mit Menschen der verschiedenartigsten Sitten ihre geistigeEntwickelung förderte.