Band 
Erster Band.
Seite
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Geschichte der alten Welt.

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einen gefährlichen Aufstand, obgleich die Spartaner und Korintherdenselben unterstützten, und erwarb sich so viele Schätze, daßer eine Flotte von hundert großen Kriegsschiffen, eine Leib-wache von tausend Mann und ein starkes Söldnerheer unter-halten konnte, und außerdem noch große Bauwerke aufzuführenund seinen Hof auf das glänzendste einzurichten im Stande war.Polpkrates strebte auch nach dem Ruhme eines Förderers der Wis-senschaften und Künste: an seinem Hofe lebten lange Zeit die zweiberühmten Dichter Simonides und Anakreon, und er legte eine derältesten griechischen Büchersammlungen an. Ungeachtet dieser schein-baren Liebe zu den edleren Bestrebungen der Menschheit regierteer mit Härte und Grausamkeit, so daß er allgemein verhaßt war,und der berühmteste Philosoph jener Zeit, Ppthagoras, deshalb seinGeburtsland Sanros verließ.

Die Habsucht, von welcher Polpkrates sein ganzes Leben hin-durch sich beherrschen ließ, stürzte ihn zuletzt ins Verderben. Erstand nämlich mit dein Perser-König Kambpses in freundlichemVerhältniß, und der vorderasiatische Satrap desselben, Orötes,benutzte dies, lockte den Beherrscher von Samos unter dem Ver-wand, ihm zu neue» Eroberungen behülflich zu sein, zu sich, undließ ihn ermorden. Zn Samos brach sogleich wieder Zwietrachtwegen der Regierung aus, und dies erleichterte den Persern dieUnterwerfung der Insel. Bei der Eroberung derselben kam eingroßer Theil der Einwohner durch die Raub- und Mordlust derrohen Asiaten ums Leben. Als Vasall des persischen Königs wurdeSyloson eingesetzt, welcher früher mit seinem Bruder Polpkratesauf Samos geherrscht hatte, dann aber von demselben verjagtworden war,' und sich die Gunst des Königs Darms Hpstaspiserworben hatte. An dem Aufstand der Jonier gegen die persischeHerrschaft nahmen die Samier zwar Theil, sie gingen aber inder entscheidenden Schlacht zu den Feinden über, und trugen da-durch nicht wenig zur Besiegung ihrer Landslcute bei. SamoSsank in der folgenden Zeit immer mehr, und gelaugte nie wiederzu seiner früheren Handelsgröße, deren Blüthezeit die Regierungdes Polpkrates gewesen war.

Von den übrigen kleinasiatischen Colonieen der Griechen istzunächst die äolische Stadt Smprna hervorzuheben, nicht weil sie