Geschichte der alten Welt.
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bildet, war bei den alten Griechen nicht nothwendiger Weise mitdemselben verbunden. Das siebente und sechste Jahrhundert vorChr. ist diejenige Zeit, in welcher solche Herrscher in der griechischenGeschichte am häufigsten erscheinen. Die berühmtesten der vielen da-maligen Tyrannen waren Polykrates von Samos und Periandervon Korinth.
Die zuletzt genannte Stadt bedarf zugleich mit Sikyon einerbesondern Erwähnung. Die Geschichte des eigentlichen Griechen-lands knüpft sich nämlich, für die Zeit zwischen der Herakliden-Wanderung und den Perser-Kriegen, an die beiden Staaten vonSparta und Athen an, welche deshalb auch in den zunächst folgen-den Paragraphen besonders behandelt werden. Die übrigen Staatenhatten in diesem Zeitraüm eine untergeordnete Bedeutung, und könnendeshalb Übergängen werden. Nur die Städte Korinth und Sikyonsind auszunehmen, weil sie damals für die Kunst und den HandelGriechenlands eine große Bedeutung erlangten.
Korinth blühte schon lange zuvor, ehe Athen sich zur erstenStadt von Griechenland erhob, durch Handel und Schifffahrt auf.Es verdankte diese Blüthe dem Umstand, daß es an der den Pelo-ponnes mit dem mittleren Griechenland verbindenden Landenge, inder Nähe zweier Meere lag. Mit der ersten Gründung griechischerColonieen nämlich entstand ein Handel zwischen Kleinasien, Unter-italien und Sicilien, welcher stets reger ward. Die Schiffer, welcheüberhaupt die Küsten nicht aus den Augen zu lassen wagten, mach-ten die sehr gefährliche Fahrt um die Südspitze des Peloponnesherum in den früheren Zeiten nur sehr selten, und fuhren stattdessen sowohl von Westen als von Osten her gewöhnlich nachKorinth, wo die Waaren zu Land nach der entgegengesetzten Meeres-küste gebracht und an andere Schiffer abgegeben wurden. Dadurcherhob sich Korinth zu einem Haupthandelsplatz von Griechenland,und diese Stadt zeichnete sich schon früh durch ein stetes Gewühlvon Fremden, bedeutenden Reichthum und ein rasches Aufblühender Künste und Gewerbe aus, zugleich aber auch durch große Ver-dorbenheit der Sitten.
Die Verfassung von Korinth wurde, nach der Abschaffung desKönigthums, in eine Oligarchie umgewandelt. Die Familien aber,in deren Händen die Herrschaft lag, geriethen nach einiger Zeit